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Märkte | 15.12.2016

Aus IZ50/2016, S. 13

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

Ein real für den Investorenprospekt

Hier wurden weder Kosten noch Mühen gespart: ehemaliger real in Krefeld, jetzt die Markthalle. Bild: real real
Hier wurden weder Kosten noch Mühen gespart: ehemaliger real in Krefeld, jetzt die Markthalle. Bild: real

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Karstadt hat sein KaDeWe, real seit Ende November seine Markthalle Krefeld: ein Handelstempel der Luxusklasse, der nichts mit dem Niveau der übrigen rund 290 real-Filialen in Deutschland zu tun hat.

Seit dem 30. September läuft die Aufspaltung des Metro-Konzerns. Die Techniksparte (Media-Saturn) und der Lebensmittelbereich (real, Metro Cash & Carry) werden in Aktiengesellschaften aufgeteilt, die unabhängig voneinander die Investoren begeistern müssen. Da trifft es sich gut, dass Metro nur eine halbe Stunde von der Konzernzentrale entfernt jetzt ein SB-Warenhaus im Portfolio hat, das wie geschaffen ist, um Anlegern eine Investition in die neue deutsche Lebensmittel-Aktie schmackhaft zu machen.

Am 24. November hat real in Krefeld (Hafelsstraße 200) die Markthalle Krefeld eröffnet. Es handelt sich um einen ehemaligen real-Markt, der aufwendig umgebaut wurde. Außer einem umfangreichen Lebensmittel- und Non-Food-Angebot (insgesamt 80.000 Artikel) besticht der Markt mit 11.500 m2 Verkaufsfläche durch einen großen Gastronomiebereich. In der sogenannten Piazza gibt es 110 Sitzplätze, im Wintergarten noch einmal 70. Zu essen gibt es alles von Pasta und Pizza über Sushi bis Austern. "Der Kunde kann alles essen, was es zu kaufen gibt - und umgekehrt", sagte real-Geschäftsführer Patrick Müller-Sarmiento.

Auch im Non-Food-Bereich, der gegenüber dem Vorgängermarkt verkleinert wurde, geht real neue Wege. So gibt es eine Technikabteilung, genannt Innovation Lounge, wo Smartphones, Tablets und Notebooks angeboten werden. Dazu kommen eine Fahrradwerkstatt und auch eine große Spielzeugabteilung. Im nächsten Frühjahr bekommt die Markthalle als vierte deutsche real-Filiale auch eine sogenannte Drive-Station. Kunden können dort vorbestellte Ware fertig gepackt mit dem Auto abholen. In der Markthalle gibt es außerdem freies WLAN.

Mit dem typischen real-Markt hat die Markthalle freilich nicht mehr viel zu tun. Inwieweit das Flaggschiff ein Vorbild für künftige Umbauten im Filialnetz von real (293 Standorte) sein wird, bleibt abzuwarten. Olaf Koch, Chef des real-Mutterkonzerns Metro, hatte im August Investitionen von 1 Mrd. Euro in real angekündigt. Damals sagte er, 2017 sollten acht weitere Märkte nach dem Krefelder Modell, das intern Food Lover heißt, angefasst werden. In anderen real-Filialen würden nur Teile von Food Lover umgesetzt.

Eigentümer der Markthalle ist Patrizia. Die Immobilien-AG hat sie im Zuge eines Paketkaufs für den Fonds Patrizia Handels-Invest Deutschland II erworben.

Bilder schöner Lebensmittelmärkte unter www.iz.de/bilderstrecken

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