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Unternehmen | 15.12.2016

Aus IZ50/2016, S. 11

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

BIM am Flughafen

Fraport setzt bei der Weiterentwicklung des Frankfurter Flughafens auf Building Information Modeling (BIM). Das gilt sowohl für den Neubau als auch für den Bestand.

Mit rund 3,2 Mio. m² Bruttogrundfläche hat der Flughafen eine Größenordnung von etwa 40 Frankfurter Messetürmen. Diesen Vergleich zog Stephanie Külzer auf der Nutzertagung des Verbands Gefma. Külzer ist bei Fraport für das integrierte FacilityManagement zuständig.

Großprojekte wie den rund 3 Mrd. Euro schweren Bau des Terminals 3 gar nicht mitgerechnet, investiert der Flughafenbetreiber jährlich 150 Mio. bis 250 Mio. Euro in seine Gebäude. Häufig verändern sich Nutzungen und die Gebäudeinfrastruktur muss angepasst werden. Die Bedeutung der Bestandspflege gegenüber dem Neubau nimmt am Flughafen zu. "Wir bringen deshalb BIM auch in den Bestand", erklärt Külzer.

Die Palette der Anwendungsmöglichkeiten des Datenmodells ist groß. So kann Fraport bei Umbaumaßnahmen verschiedene Planungsvarianten simulieren und dadurch z.B. feststellen, ob Leitungskollisionen drohen. "Gerade bei Arbeiten in den Terminals herrscht extremer Zeitdruck, weil die Beeinträchtigungen für die Passagiere besonders gering gehalten werden sollen." Weitere Vorteile von BIM sieht Külzer darin, dass sich die Planungsdaten mit den Betreiberdaten verknüpfen lassen und die zentrale Dokumentation Transparenz und Vollständigkeit der Daten gewährleistet. Diese können von Projektleitern, Asset-Managern und Facility-Managern eingesehen werden. Auch externe Unternehmen haben Zugriff. Die Software ist dazu standardisiert. "Wir versuchen, möglichst vielen Nutzern Daten zur Verfügung zu stellen", sagt Külzer. Die Grenze seien dabei aber immer sensible Informationen.

Über 90% der Hochbaudaten des Flughafens sind mittlerweile in 3D-Modellen dargestellt. Im System sind zudem über 250.000 Pläne für Architektur, technische Gebäudeausrüstung und Tragwerk sowie Bauanträge hinterlegt. Diese werden von etwa 700 eigenen Mitarbeitern genutzt. Zusätzlich hat Fraport noch eine Datenbank aufgebaut, die Grundrisse aller Flughafengebäude enthält und mit dem Vermietungsmanagementsystem verknüpft ist.

Fraport entwickelt sein BIM-System noch weiter. Das Modell soll in den frühen Leistungsphasen detaillierter werden und auch die Festlegung von Bauteileigenschaften ermöglichen. Außerdem plant der Flughafenbetreiber, eine Datenbank für Raum- und Türinformationen anzubinden. "Besonders wichtig ist, bei allen Maßnahmen die Mitarbeiter mitzunehmen", betont Külzer.

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