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Projekte | 15.12.2016

Aus IZ50/2016, S. 11

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Wolfgang Feist
  • Immobilienart:
    Wohnen

Erstes Passivhaus wird befördert

Passivhaus Institut.
V.l.: Wolfgang Feist, seine Ehefrau Witta Ebel sowie Esther Gollwitzer und Berthold Kaufmann vom Passivhaus Institut.

Passivhaus Institut.

Vor 25 Jahren ging es los mit den Passivhäusern. Das erste Gebäude dieser Machart entstand in Darmstadt. Der Eigentümer hat nun noch eine Schippe draufgesetzt und darf die Immobilie dank neuer Technik Passivhaus Plus nennen.

Das erste Passivhaus weltweit wurde im Jahr 1991 vom Bauphysiker Wolfgang Feist errichtet. Der Gründer und Leiter des Passivhaus-Instituts bewohnt dieses noch heute mit seiner Familie. Im Jubiläumsjahr ließ Feist auf dem 156 m² großen Reihenhaus eine zweiteilige Photovoltaikanlage mit 26 m² Fläche installieren. Die beiden Teile sind auf dem Dach und an der Hauswand befestigt. "Mit dem sehr niedrigen Heizenergiebedarf ist es möglich, aus der Sonne so viel Energie direkt am Haus zu gewinnen, wie im Haushalt das Jahr über verbraucht wird", sagt Feist.

Im Sommer erzeugt die Anlage einen Stromüberschuss, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Strommenge könnte auch den Gesamtjahresbedarf des Haushalts decken, sofern es eine Speicherungsmöglichkeit gäbe. "Für einen einzelnen Haushalt ist eine solche Jahresspeicherung keine sinnvolle Option", erklärt der Bauherr. Dies sei in einem Netzverbund aus mehreren Haushalten etwas anderes, da dann weniger Kosten verursacht würden. "So wird das künftig gemacht werden müssen", meint Feist.

Zu Testzwecken installierte der Institutsleiter zusätzlich eine Luft-Luft-Wärmepumpe, die sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen des Gebäudes nutzbar ist. Sie benötigt, so die Prognose, nur etwa 30% der Energie, die bislang an Erdgas von der Brennwertheizung verbraucht wurde.

Bei der Planung für ein Passivhaus Plus werden Energiebedarf und Energiegewinnung separat betrachtet. Die Obergrenze für den Primärenergiebedarf beträgt dabei 45 kWh/m²/a. Gleichzeitig muss bezogen auf die überbaute Fläche erneuerbare Energie in Höhe von mindestens 60 kWh/m²/a erzeugt werden. Noch einen Schritt weiter geht das Passivhaus Premium, bei dem der Energiebedarf auf 30 kWh/m²/a reduziert ist und das mindestens 120 kWh/m²/a erneuerbare Energie produziert.

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