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Unternehmen | 14.06.2018

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Dahler & Company, Zinsland, Floratel
  • Personen:
    Henning Frank, Carl-Friedrich von Stechow, Tim Wittenbecher, Harry Rosenberg

Zinsland will mit Henning Frank 30% mehr einwerben

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Carl-Friedrich von Stechow (l.) mit dem neuen, dritten Geschäftsführer Henning Frank in der frischen Brise eines Hamburger Junis.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Der Online-Immobilienfinanzierer Zinsland hat mit Henning Frank einen dritten Geschäftsführer verpflichtet. Er soll helfen, die bisher eingeworbene Gesamtsumme von 36 Mio. Euro binnen der kommenden sechs Monate um 30% zu steigern - etwa mit Anleihen. Frank wurde auf dem jüngsten Crowdfunding-Projekt vorgestellt: dem Hamburger Hafenkran Hideaway.

"Wir wollen die gewerbliche Immobilienfinanzierung letztlich vollständig digitalisieren", erklärte Carl-Friedrich von Stechow, Gründer und Gesellschafter von Zinsland, bei der gestrigen Vorstellung des dritten Geschäftsführers Henning Frank. Mit Anleihen will Zinsland seine Zielgruppe einerseits um institutionelle und semi-professionelle Investoren erweitern und sich andererseits durch die unbeschränkte Höhe des Finanzierungsvolumens auch für größere Projektentwickler als Kapitalpartner interessant machen.

Anleihe zur Bestandsfinanzierung eines neuen Hamburger Hotels

Das in Hamburg mit aktuell 25 Mitarbeitern ansässige Unternehmen bereitet eine Anleihe zur Bestandsfinanzierung eines neuen Hamburger Hotels vor sowie eine weitere für die Finanzierung einer Quartiersentwicklung vor. "Wir sprechen aktuell mit zwei Partnern, die jeweils vier bis fünf Millionen Euro zeichnen wollen", berichtete von Stechow.

Die Erweiterung der Produktpalette um Anleihen soll den angestrebten Umsatzschub unterstützen. Binnen der kommenden sechs Monate will Zinsland die für die Finanzierung von 46 Hamburger Immobilienprojekten bislang eingeworbenen 36 Mio. Euro um 30% steigern.

"Jemand, der sowohl digital, als auch Immobilie kann"

Dabei soll Frank helfen: "Ich mag Aufbauarbeit. Wenn ein Unternehmen so stark wächst, müssen die Strukturen angepasst werden." Er soll sich um die Bereiche Strategische Unternehmensentwicklung, Sales und Marketing, IT und Personal kümmern. Nach einem MBA an der Wirtschaftshochschule Insead in Singapur, arbeitete Frank zwei Jahre als Country Manager D/A/CH bei der Online-Ticketbörse viagogo. Zwischen Ende 2015 und Ende Februar 2018 war er dann Geschäftsführer des Franchisesystems von Dahler & Company. Seit dem 1. Juni ist er bei Zinsland. "Gut, dass wir jemanden gefunden haben, der sowohl digital als auch Immobilie kann", so von Stechow.

Der Unternehmensgründer hat wenig Bedenken für die Entwicklung seines Geschäftsmodells. "Ich freue mich darauf, wenn die Zinsen steigen, weil das Normalität in den Markt bringt. Damit würden auch die Zinsen für Mezzanine-Kapital wieder steigen." Die Nachfrage nach Immobilien werde sich auch bei steigenden Zinsen kaum verändern. Wenn die Bundesanleihe auf 5% steige, klettere die Rendite von Immobilien auf 7% oder 8%. "Die Option, mit solch kleinen Tickets in Immobilien zu investieren, gab es früher nicht. Die haben wir erst geschaffen. Dieses Produkt wird bleiben."

Crowdfunding für Hafenkran hideaway

So sollen die durch Crowdfunding vermittelten Nachrangdarlehen auch Kerngeschäft bei Zinsland bleiben. Die Vorstellung des neuen Geschäftsführers fand daher auf dem Hafenkran Hideaway im Sandtorhafen der Hamburger Hafencity statt - Gegenstand des nächsten Crowdfunding-Projektes, das in der kommenden Woche startet. Tim Wittenbecher, der seit über zehn Jahren mit dem von sechs Investoren getragenen Unternehmen floatel Minihotels einrichtet - etwa im Lotsenturm von Usedom, dem Leuchtturm von Dagebüll oder dem Wasserturm von Bad Saarow - hat 2018 auch einen alten Wasserkran umgebaut und im Sandtorhafen der Hafencity platziert. "Wir haben ihn gerade ins Schiffsregister eintragen lassen", so Wittenbecher.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Der Hafenkran hideaway beherbergt Harrys Hamburger Hafenbasar im Ponton sowie ein Hotelzimmer in Maschinenraum und Kranführerkanzel.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Der 1947 erbaute Schwimmkran liegt seit 2013 im Traditionshafen der Hafencity und beherbergt im Ponton Harrys Hamburger Hafenbasar, eine Sammlung von exotischen Masken, Schrumpfköpfen, ausgestopften Tieren, Schmuck und Waffen, die der Seemann Harry Rosenberg zusammengetragen hat. Der Arzt und Schamane Gereon Boos hatte 2011 die Sammlung aus mutmaßlich 300.000 Exponaten übernommen und im Schiffskran untergebracht. Nach seinem Tod 2014 nahm sich Wittenbecher der letzten Idee von Boos an, den Kran zum Hotel umzubauen.

Zinsland möchte floatel-Projekte finanzieren

Im Maschinenraum ist die Küche untergebracht und eine Etage höher, in der vergrößerten Fahrerkanzel, das Schlafzimmer mit direktem Blick auf die Elbphilharmonie. 390 Euro kostet die Übernachtung in der Woche, 450 Euro am Wochenende. Trotz der stolzen Preise ist die im April eröffnete Location bis Anfang 2019 ausgebucht.

Nun braucht Wittenbecher 75.000 Euro, um das Deck des Pontons zur Eventfläche umzubauen. Geld, dass die Anleger von Zinsland ab kommender Woche zur Verfügung stellen können. "Leider wurde hier nicht so viel Kapital gebraucht", so von Stechow mit einem Lächeln. "Darum haben wir die maximale Beteiligungssumme von 10.000 auf 1.000 Euro beschränkt, um möglichst vielen eine Beteiligung zu ermöglichen."

Floatel hat sich in Spanien zudem bei Ausschreibungen für Konzessionen zur Nutzung dreier Leuchttürme durchgesetzt: Faro Trafalgar in Cadiz in Andalusien, Faro Cumplida auf La Palma/Kanaren und Faro Cudillero im malerischen Fischerort Cudillero, Asturien. Hinzu kommen drei italienische Leuchttürme in Puglia – Faro San Domino auf den Tremiti Inseln –, Faro Imperatore auf Ischia und Faro Spignon in der Lagune von Venedig.

Auch hier würde von Stechow gerne in die Finanzierung einsteigen. „Wir planen derzeit das eine oder andere Projekt von floatel zu begleiten, sind hier aber noch in der Vorbereitungsphase, beziehungsweise Vertragsverhandlungen."

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