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Projekte | 13.06.2018

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Bremen: Evoreal baut 170 Wohnungen auf Bundesbankareal

Quelle: evoreal, Urheber: www.moka-studio.de
Blick in den Hof vom Rad- und Fußweg Imre-Nagy-Weg.

Quelle: evoreal, Urheber: www.moka-studio.de

Der Hamburger Projektentwickler Evoreal realisiert mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Mio. Euro 170 Wohnungen in Bremen. Realisiert wird bis 2022 ein Entwurf der Architekten Schenk + Waiblinger auf einem früheren Grundstück der Bundesbank nahe den Wallanlagen.

Ende 2017 erwarb Evoreal für wohl 10,5 Mio. Euro von der Bundesbank einen 1983 für die Landeszentralbank realisierten sowie 2002 bis 2015 von der Bundesbank genutzten Bürokomplex. Auf dem 7.000 qm großen Grundstück an der Kohlhökerstraße, unweit der Wallanlagen, plant der Hamburger Projektentwickler ein Wohnensemble.

Blockverkauf an Investoren möglich

Auf 15.000 qm BGF sind etwa 170 Ein- bis Vierzimmerwohnungen geplant, darunter etwa 50 im Hochhaus und insgesamt 25% öffentlich-gefördert. Die freifinanzierten Wohnungen sind nach Aussage von Frank Stern, Geschäftsführer beim Hamburger Projektentwickler Evoreal, als Eigentumswohnungen geplant, "könnten aber durchaus vermietet werden". So sei ein Blockverkauf an Investoren möglich. Auch die geförderten Mietwohnungen werden en bloc verkauft.

Senatsbaudirektorin Iris Reuther betont: "Das Projekt gehört zu den Impulsbauvorhaben, dessen prioritäre Umsetzung der Senat im April beschlossen hat." Das Grundstück liege auf der Bruchlinie zwischen der verdichteten Bremer Bahnhofsvorstadt und dem Ostertorviertel, das von Altbremer Häusern geprägt wird.

Schenk + Waiblinger konnte sich im Wettbewerb mit drei Bremer Architekten sowie je einem aus Hamburg und Braunschweig durchsetzen. Die Wettbewerbsjury würdigte den Ansatz von Schenk + Waiblinger, zwischen dem dreigeschossigen Ostertorviertel im Osten und westlichen Nachbarn, wie dem Gewoba-Hochhaus, zu vermitteln.

Ensemble variiert zwischen drei und 14 Geschossen

So wird der Blockrand an Salvador-Allende- und Kohlhökerstraße geschlossen und die Bebauung an der Grundstücksgrenze zum BLG-Bau Richtung Imre-Nagy-Weg fortgesetzt, erläutert Stefan Fleischhaker, Partner bei Schenk + Waiblinger. Damit spiegelt der Grundriss der Bebauung den auf der gegenüberliegenden, nördlichen Seite des Imre-Nagy-Wegs. Das Wohnensemble nimmt an der Salvador-Allende-Straße die weiß verputzte Dreigeschossigkeit der Bremer Häuser auf, wächst an der Kohlhökerstraße auf fünf bis sechs Geschosse mit Ziegelfassade und erreicht im Hochhaus an der nordwestlichen Spitze des Grundstücks schließlich 14 Stockwerke im Klinkerkleid.

"Es ist ausdrücklich kein Entwurf aus einem Guss", erklärt Fleischhaker. Diese städtebauliche Figur reduziert die Baumasse um 30% von 63.000 cbm auf 45.000 cbm und ermöglicht einen um 40% größeren Hof, der sich zum Imre-Nagy-Weg öffnet.

Fertigstellung bis zum Frühjahr 2022

Hellena Harttung, Leiterin des Ortsamtes Mitte/Östliche Vorstadt, hofft auf ein Angebot im mittleren Mietsegment. Diese Erwartung mag Stern nicht bestätigen und verweist darauf, „dass wir die Liegenschaft im Höchstpreisverfahren erworben haben".

Im Herbst 2019 - spätestens im Frühjahr 2020 - soll nach Vorliegen der Baugenehmigung mit dem Abriss begonnen werden. Die Fertigstellung wird für das Frühjahr 2022 erwartet. Doch zuallererst muss der Entwurf durch die politischen Gremien, wie etwa den Ortsbeirat. Harttung erwartet hier und aus der Bevölkerung eher reservierte Reaktionen zum Hochhaus.

Transaktion: Bremen, Kohlhökerstraße 29

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