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Märkte | 12.06.2018

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

Deutsche Bank erwartet kräftiges Preisplus am Wohnungsmarkt

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Martina Vetter
Marktforscher der Deutschen Bank rechnen mit weiterhin deutlich steigenden Preisen und Mieten.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Martina Vetter

"Die Wohnungspolitik der neuen Koalition dürfte scheitern." Dieser Meinung sind Marktforscher der Deutschen Bank. Sie verweisen auf fehlendes Bauland, strenge Regulierungen, steigende Baukosten, Fachkräftemangel und eine hohe Auslastung der Ämter. Schon jetzt sei offensichtlich, dass die Bundesregierung ihr Ziel von 1,5 Mio. neuen Wohnungen in dieser Legislaturperiode "kaum erreichen" kann. Dem entsprechend rechnet Deutsche Bank Research mit weiterhin deutlich steigenden Preisen und Mieten.

Steige die Anzahl fertiggestellter Wohnungen und Eigenheime wie in den vergangenen drei Jahren um durchschnittlich 5% p.a., seien am Ende der Legislaturperiode insgesamt weniger als 1,3 Mio. Einheiten entstanden, rechnen die Marktforscher vor. Das Ziel 1,5 Mio. neue Wohnungen wäre verfehlt. Offen lassen die Researcher, ob sie ein Plus von jeweils 5% für realistisch halten - schließlich betrug die Wachstumsrate im vergangenen Jahr nur 2,5% (284.800 Fertigstellungen).

Gerechnet wird also mit den 5%, und damit würde es bis zum Jahr 2022 dauern, bis das Angebot die jährliche Nachfrage von mindestens 350.000 Wohnungen übersteigt und der Nachfrageüberhang von mehr als 1 Mio. Wohnungen allmählich sinkt, heißt es in einem Papier. Das Fazit: "Daher dürfte auch der Preisdruck nicht vor dem Jahr 2022 nachlassen." Die Marktforscher rechnen damit, dass die Wohnungspreise zwischen 2018 und 2022 in den 126 größten Städten Deutschlands um rund 5% gegenüber dem jeweiligen Vorjahr steigen. In den sieben A-Städten (Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf, Köln und Stuttgart) könnte es um 6,5% gegenüber dem Vorjahr nach oben gehen. Mit Blick auf die Mieten wird ein Plus von jährlich rund 4% über die 126 größten Standorte erwartet, für die sieben Top-Standorte prognostizieren die Marktforscher rund 5%. Übertreffe die Nachfrage nach dem Jahr 2022 noch immer das Angebot, "steuert der deutsche Häusermarkt auf eine ausgewachsene Blase zu", lautet ihre Warnung.

Von den Plänen der Bundesregierung zum Ankurbeln des Neubaus halten sie wenig. Erwartet werden nur "marginale Impulse". Baukindergeld, Steuererleichterungen und Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau dürften nur zu Verdrängungseffekten und noch stärker steigenden Preisen führen.

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