Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Projekte | 18.04.2018

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Bremen: Entwurf für 750-Mio.-Euro-Quartier Überseeinsel

Quelle: SMAQ Architekten / Man Made Land Landschaftsarchitekten
Die städtebauliche Vorstudie von SMAQ Architekten und Man Made Land Landschaftsarchitekten überzeugte die Jury als Gesamtkonzept.

Quelle: SMAQ Architekten / Man Made Land Landschaftsarchitekten

Das Büro SMAQ Architekten aus Berlin liefert das städtebauliche Grundgerüst für das Quartier Überseeinsel in der Überseestadt Bremen. Bis etwa 2030 sollen in direkter Weserlage mit einem Investitionsvolumen von etwa 750 Mio. Euro rund 250.000 qm BGF entstehen. Neben Wohnungen und Büros sind auch ein Hotel sowie ein Museum Optionen.

Die Gestaltung der Überseeinsel in der Bremer Überseestadt geht flott vonstatten. Vor zwei Wochen hatte der Windparkprojektierer WPD das 15 ha große Kellogg-Areal zwischen Weser und Europahafenkopf übernommen. Gestern wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs zur Entwicklung städtebaulicher Vorstudien vorgestellt.

Emotionale Mitte um Kellogg-Silo

SMAQ Architekten aus Berlin lieferte nach Ansicht der vom vormaligen Hamburger Oberbaudirektor Jörn Walter geführten Jury die beste Grundlage für das städtebauliche Gesamtkonzept. Doch das Bremer Büro OMP etwa gefiel durch die Entwicklung eines familienorientierten Milieus und den Cobe Architects aus Kopenhagen gelang es, beispielhaft das Kellogg-Silo in Szene zu setzen.

Um dieses direkt an der Weser gelegene Silo soll die "emotionale Mitte des Quartiers entstehen", wie es Jens Lütjen formulierte, der mit Robert C. Spies in den letzten anderthalb Jahren Kellogg beriet und nun WPD bei der Entwicklung sowie Vermarktung zur Seite steht. Klaus Meier, Geschäftsführer der WPD, und Lütjen können sich im oder am Silo ein Museum vorstellen samt Hotel anbei. "Es wird für diesen Standort viel Aufmerksamkeit - auch durch Touristen - geben", ist sich Lütjen sicher. "Ein Museum wäre angesichts dieser Entwicklungsdynamik plausibel."

Schwerpunkt Wohnen

Neu in der Überseestadt wäre die Ansiedlung von Schulen. Geplant sind aktuell eine Grundschule sowie eine Berufsschule. Zudem ist eine Kita vorgesehen, für die jetzt bereits ein Nachfrageüberhang in der Überseestadt besteht - auch seitens der WPD-Angestellten. Lütjen erwartet ein Bauvolumen von rund 250.000 qm BGF, davon etwa 50% bis 60% für Wohnraum - darunter neue Varianten des Bremer (Reihen-)Hauses oder Studentenwohnungen. Wie in der übrigen Überseestadt soll Büroraum entstehen - auch in Nachbarschaft zu den Gewerbe- und Industriebetrieben von Rickmers Reismühle, Reimers Logistics oder den Schellack-Hersteller SSB Stroever Schellack Bremen. Deren Lobby, die ISH Initiative Stadtbremischer Häfen, war von Beginn an in die Planungen eingebunden.

Großformatige Kubaturen und höhere Gebäude entwickelt der SMAQ-Entwurf im Anschluss an die kürzlich vorgestellte Bebauung des Europahafenkopfs. Hier plant Kurt Zech, bis zu 300 Mio. Euro in einen Entwurf der Cobe Architects zu investieren. Auch bei diesem Projekt führte der gebürtige Bremer Jörn Walter die Jury.

Vorzeigequartier in puncto Mobilität und Energie

In den nächsten Monaten soll SMAQ, OMP und Cobe ihre Entwürfe nach den Empfehlungen der Jury zusammenführen. Mit Neubauten wird nicht vor 2021 begonnen werden, aber Meier würde aus dem Bestand heraus Impulse für das neue Quartier generieren. So verlängerte er direkt nach dem Erwerb der Kellogg-Liegenschaft die Mietverträge für Künstler, die in den Gewerbeimmobilien ein Domizil gefunden hatten.

Jenseits dieses Kulturimpulses möchte der WPD-Gesellschafter aus der Überseeinsel ein Vorzeigequartier in puncto Mobilität und Energie machen. So könnte Strom aus Windenergie etwa für die Beheizung genutzt werden oder für E-Mobilität. Auch die Nutzung von Wasserstoff, das im Power-to-Gas-Verfahren aus im Moment nicht nutzbarem Windstrom erzeugt werden könnte, ist eine Option.

Im Gespräch mit dem Weser-Kurier dachte Meier zudem laut über Quartiersgaragen nach, die als Mobilitätshubs zum Auftanken von E-Fahrzeugen und für Carsharing-Systeme genutzt werden könnten. Für die Bebauung des Kellogg-Areals erwartet Lütjen ein Investitionsvolumen von 750 Mio. Euro bis etwa 2030.

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!