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Märkte | 13.04.2018

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Investmentmarkt für Hotels schläft ein

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Hotels sind derzeit gefragt bei Investoren.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Die wilde Party ist vorbei, der Markt hat sich schlafen gelegt. Im ersten Quartal ist das Transaktionsvolumen für Hotels im Vergleich zum Vorjahr um etwa 40% eingebrochen. Grund sei der Mangel an attraktiven Produkten, melden die deutschen Maklerhäuser. 2018 wird also wohl kein Rekordjahr werden.

Zwischen 560 Mio. und 661 Mio. Euro wurden bis Ende März in Hotels investiert. Das ist deutlich weniger als im ersten Quartal 2017. "Die nackten Zahlen sind natürlich enttäuschend, entsprechen aber nicht den Aktivitäten, die im Hintergrund laufen", erklärt Stefan Giesemann, Senior Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group. Noch dramatischer als in anderen Assetklassen zeige sich bei den Hotels derzeit der Produktmangel. "Während der Anlagedruck ungebrochen hoch ist, ist es noch schwieriger geworden, adäquate und qualitativ hochwertige Hotelimmobilien zu finden", sagt Giesemann. Viele Eigentümer seien noch nicht bereit, sich von Bestandsimmobilien zu trennen. Der Grund: Sie wissen nicht, was sie mit dem Geld machen sollen, da es schlicht keine attraktiveren Anlagealternativen gibt.

Kaum noch große Hotelportfolios

So ist es nicht verwunderlich, dass kaum große Portfolios auf dem Markt sind. In den ersten drei Monaten wurden vor allem einzene Häuser vertickt. 27 Einzel- und fünf Paketverkäufe meldet etwa CBRE. Vor einem Jahr wurden noch 13 Portfoliotransaktionen gezählt. Der Blick der Investoren richtet sich vermehrt auch auf Sekundärstandorte wie Magdeburg, weil dort noch was zu holen ist. Internationale Investoren halten sich in solchen Situationen eher zurück; sie kaufen lieber große Pakete in Top-Standorten - da kann man weniger falsch machen. "Bis wieder größere Portfolios auf den Markt kommen, werden inländische Käufer den Markt weiterhin dominieren", meint Olivia Kaussen, Head of Hotels Germany bei CBRE.

"Trotz des vergleichsweise verhaltenen Starts in das Jahr besteht auch weiterhin ein großes Interesse an Hotelimmobilien", sagt Andreas Erben, Geschäftsführer von Colliers International Hotel. "Daher ist davon auszugehen, dass es zwar kein erneutes Rekordergebnis geben wird, aber ein solides Ergebnis im Bereich des Fünf-Jahres-Durchschnitts durchaus erreicht und übertroffen werden könnte." Die Experten rechnen mit einem Volumen zwischen 3,5 Mrd. und 4 Mrd. Euro fürs Gesamtjahr.

Gerade im Segment der Hotelneubauten und Hotel-Projektentwicklungen, die im vergangenen Jahr erheblich zum Umsatz beigetragen haben, bleibe das angelegte Volumen derzeit deutlich unter dem Vorjahreswert zurück, erläutert Nico Keller, Geschäftsführer und Co-Head Investment der BNP Paribas Real Estate. "Grundsätzlich ist die Bautätigkeit jedoch nach wie vor hoch, sodass Investments in diese Kategorie in den nächsten Monaten noch etwas anziehen dürften. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich auch für die nächsten Quartale ein lebhaftes Marktgeschehen ab."

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