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Projekte | 12.04.2018

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Zuflucht vor Frankfurter Mietpreisen im Offenbacher Norden

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Offenbachs Baustadtrat Paul-Gerhard Weiß, Oberbürgermeister Felix Schwenke, Iris Dilger von der Wohnkompanie, Konstantin Westphal von NH und Oberbürgermeister a.D. Horst Schneider (von links) übernahmen den symbolischen ersten Spatenstich für das Goethequartier.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Der Bau des Offenbacher Goethequartiers hat begonnen. Wohnkompanie entwickelt den Wohnstandort für die Nassauische Heimstätte. Diese versteht das Quartier nicht zuletzt als Angebot für Mieter, die die Preissteigerungen in Frankfurt nicht mehr mitmachen wollen.

327 Mietwohnungen, dazu einiges an Fläche für Handel und Gewerbe: ein Projekt der Superlative. Zumindest ist es das größte aktuell laufende Einzelvorhaben im Wohnungsbau der kleinen Großstadt Offenbach, das größte Projekt insgesamt für das Zech-Tochterunternehmen Wohnkompanie und für Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NH) die größte bislang von einem externen Entwickler schlüsselfertig erworbene Wohnanlage.

Im Bau ist diese Großtat unter dem Namen Goethequartier seit einigen Tagen im Norden von Offenbach. Auf einem rund 1,8 ha großen Gelände zwischen Berliner Straße, Goethering und Bernardstraße, das früher die Maschinenbaufabrik Collet & Engelhardt beherbergte, räumt Generalunternehmer Ed. Züblin seit Anfang April die Fundamentreste der einstigen Werksgebäude weg. Am heutigen Donnerstag ging das Goethequartier mit dem symbolischen Spatenstich auch offiziell in die Verwirklichungsphase.

40 Jahre alte Industriebrache verschwindet

Iris Dilger, geschäftsführende Gesellschafterin der Wohnkompanie für Rhein-Main, erinnerte an die oft schwierigen Verhandlungen über das Projekt seit 2015. Vor allem die vielen Wünsche der örtlichen Politik hätten es ihrem Team und dem Architekturbüro Landes & Partner aus Frankfurt nicht immer leicht gemacht. "Ich bin aber sicher, dass wir für Offenbach ein sehenswertes Entree aus Richtung Kaiserlei schaffen", sagte Dilger.

Geplant ist ein Geschosswohnungsbogen entlang der drei Straßenfronten des Grundstücks, der durch sieben Punkthäuser im Inneren ergänzt wird. Neben den Wohnungen mit 26.700 qm Wohnfläche sind in den Baukörpern eine städtische Kindertagesstätte und Gewerbeeinheiten mit zusammen rund 5.000 qm sowie ein Edeka-Markt mit rund 2.000 qm Verkaufsfläche geplant. Dazu kommt eine Tiefgarage. Spätestens 2022 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Aufsteiger zurückgewinnen

Horst Schneider (SPD), der kürzlich aus dem Amt geschiedene Oberbürgermeister Offenbachs, erinnerte daran, dass das Areal seit den 1970er Jahren brachlag und nur kurze Zeit von der Deutschen Bahn als Baustelleneinrichtungsfläche verwendet wurde. Dieser unschöne Anblick und dieses stadtplanerische Manko verschwindet nun. "Das ist eine typische Entwicklung für eine Arbeiter- und Industriestadt, die sich häutet", sagte Schneider. Sein Amtsnachfolger Felix Schwenke (SPD) wertete das Vorhaben als Zeichen eines positiven demografischen Wandels: "In den vergangenen Jahrzehnten sind Menschen aus Offenbach weggezogen, wenn sie den sozialen Aufstieg geschafft hatten, aber vor wenigen Jahren haben wir dabei den Turnaround geschafft."

Für diese Zielgruppe stelle das Goethequartier mit einem Wohnungsmix von Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen zusammen mit anderen Entwicklungen, beispielsweise am Hafen, das nötige Angebot. Aber auch die 83 geförderten Wohnungen im Quartier seien wichtige Elemente der Wohnungsversorgung.

Constantin Westphal, Geschäftsführer der NH, die das Projekt Anfang 2017 erworben hatte, sieht das Goethequartier als wichtigen Beitrag zu den rund 4.900 Wohnungen, die sein Unternehmen im Auftrag seiner öffentlichen Gesellschafter in den kommenden Jahren fertigstellen soll. In Offenbach hatten Mieter seines Unternehmens kürzlich 125 Wohnungen in der Bettinastraße bezogen, 63 weitere entstehen derzeit an der Gustav-Adolf-Straße. Aus Westphals Sicht erfüllt der Offenbacher Wohnungsmarkt eine wichtige Funktion in der Region. "Die Leute steigen aus der Kostenspirale in Frankfurt aus und kommen hierher", sagte er und kündigte an, dass NH weitere Konversionsprojekte in der Stadt angehen werde und dies möglicherweise ebenfalls mit externen Entwicklern.

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
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