Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Recht | 03.04.2018

Von Thorsten Karl

In diesem Artikel:

Urteil gegen Ferdinand Tiggemann rechtskräftig

Der erste Strafsenat des Bundesgerichtshofs, der für Revisionen in Steuerstrafsachen zuständig ist, hat die Revision gegen das Urteil des Düsseldorfer Landgerichts gegen Ferdinand Tiggemann als unbegründet verworfen. Damit ist der ehemalige BLB-Manager rechtskräftig verurteilt.

Tiggemann war von Mai 2001 bis Oktober 2010 Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB). Wegen Bestechlichkeit jeweils in Tateinheit mit Untreue in zwei Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit Beihilfe zur Steuerhinterziehung sowie wegen versuchten Betrugs in Tateinheit mit Verletzung von Dienstgeheimnissen, war Tiggemann vom Landgericht Düsseldorf zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt worden (Az. 018 KLs-85 Js 61/10-1/15).

Tiggemann gab Informationen an Bekannten weiter

Tiggemann hat demnach die ihm als Geschäftsführer des BLB bekannt gewordenen Informationen über künftige Bauprojekte an einen langjährigen Bekannten weitergegeben, einen, wie es beim BGH heißt, "als unseriös geltenden Makler". Weiter heißt es: "Dieser nutzte in Absprache mit dem Angeklagten T. die Erkenntnisse, um die Kosten des Ankaufs der für die Bauprojekte benötigten Grundstücke für den BLB in die Höhe zu treiben. Der Angeklagte T. veranlasste die Zahlung dieser Kosten, im Fall des Bauprojekts Düsseldorfer Justizzentrum u.a. eine Entschädigungszahlung von etwa 3 Mio. Euro und im Fall des Neubauprojekts Fachhochschule Düsseldorf eine dem Kaufpreis verdeckt aufgeschlagene Provisionszahlung in Höhe von etwa 2 Mio. Euro." Von diesen Geldern erhielt Tiggemann dann jeweils einen Anteil.

In einem weiteren Fall ging es um den geplanten Ankauf des Landesbehördenhauses in Bonn. Auch hier gab Tiggemann Einzelheiten zu einem Kaufangebot an seinen Bekannten weiter. "Dieser versuchte dann gemäß einem gemeinsamen Tatplan, von dem ihm über den Angeklagten T. bekannt gemachten Bieter eine Abfindungszahlung zu erhalten. Hierfür spiegelte er dem Bieter über eine Strohfrau vor, dass ein tatsächlich gar nicht existierender weiterer Bieter auf ein Mitbieten verzichte. Der Bieter erkannte die Täuschung und zahlte nicht."

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!