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Anlagen | 08.02.2018

Von Bernhard Bomke

In diesem Artikel:

Loipfinger glaubt an Aufwärtstrend bei Publikums-AIF

Stefan Loipfinger, der Erfinder der Marktanalysen für geschlossene Fonds, ist wieder da. Erstmals nach Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) im Juli 2013 hat er den Markt der regulierten Publikums-AIF untersucht. Sein Fazit: Die Beteiligungsangebote kämen viel besser an als gemeinhin vermutet.

Mehr als 100.000 Anleger haben den von Loipfinger ermittelten Zahlen zufolge seit Inkrafttreten des KAGB bis Ende 2017 rund 4,2 Mrd. Euro Eigenkapital in geschlossene Publikums-AIF investiert. Das Gros davon entfiel auf die Sparte Immobilien.

Urheber: Dr. Dr. Susanna Berndt, Rosenheim
Stefan Loipfinger kommt in seiner Marktanalyse zu dem Schluss, dass das Geschäft mit geschlossenen Publikums-AIF alles andere als mausetot ist.

Urheber: Dr. Dr. Susanna Berndt, Rosenheim

Loipfinger räumt zwar ein, dass die Zeiten, als mit unregulierten geschlossenen Fonds jedes Jahr 10 Mrd. oder 12 Mrd. Euro Eigenkapital eingesammelt wurden, lange vorbei seien, aber er hält die 1,57 Mrd. Euro Eigenkapital, die 2017 in regulierte Publikums-AIF flossen, für bemerkenswert viel. Die Zahl bedeute ein Plus von 19% gegenüber den 1,32 Mrd. Euro von 2016. 2015 waren gar nur 1,12 Mrd. Euro akquiriert worden.

Mehr als drei Viertel des Platzierungsgeschäfts entfallen auf die Sparte Immobilien

Der mit Abstand größte Teil des Geschäfts mit regulierten geschlossenen Publikums-AIF entfiel bis Ende 2017 auf den Sektor Immobilien. Für Inlands-Immobilienfonds wurden 1,97 Mrd. Euro Eigenkapital eingesammelt, in Auslands-Immobilienfonds flossen 1,27 Mrd. Euro. Das entspricht zusammen 76,6% des gesamten Akquisevolumens. Das übrige Kapital investierten Anleger vor allem in Flugzeuge, Private-Equity-Beteiligungen, Energiefonds und Infrastruktur. In Schifffonds, die vor der Regulierung der Produkte jahrelang neben Immobilienfonds die größte Attraktivität hatten, steckten Anleger seit Inkrafttreten des KAGB bis Ende 2017 nur 36,1 Mio. Euro.

Die platzierungsstärksten Produktanbieter kommen allesamt aus dem Immobiliensektor. Jamestown sammelte mit seinen regulierten US-Immobilien-Angeboten bis Ende vergangenen Jahres satte 856 Mio. Euro Eigenkapital ein. Dahinter folgt die UniCredit-Tochter WealthCap (441 Mio. Euro) vor ZBI (324 Mio. Euro) und Project Investment (255 Mio. Euro). Dreistellige Millionen-Euro-Werte schafften zudem Patrizia GrundInvest (215 Mio. Euro), die mittlerweile zu Corestate gehörende frühere Helaba-Tochter Hannover Leasing (164 Mio. Euro) und Habona Invest (150,5 Mio. Euro).

Nach der Zählung des Fondsexperten aus Rosenheim wurden seit Inkrafttreten des KAGB immerhin 123 Publikums-AIF aufgelegt. 63 davon waren im vergangenen Jahr zu zeichnen, darunter 29 neu aufgelegte Produkte und 34 AIF, die schon zuvor in den Vertrieb gegangen, aber noch nicht ausplatziert waren.

Drei Verwahrstellen machen den Markt unter sich aus

Das Zahlenwerk Loipfingers liefert noch viele weitere Erkenntnisse. So beziffert er die Zahl der aktiven Produktanbieter auf 33. "Damit ist eine gewisse Marktbereinigung zu beobachten", stellt er fest. Mitte der Nullerjahre war er es gewohnt, mit Hunderten von Emissionshäusern zu tun zu haben, die alle mit geschlossenen Fonds ihr Geld verdienten.

Das Geschäft der Verwahrstellen, die im Zuge der Regulierung eine wichtige Funktion zugeordnet bekamen, machen offenbar im Wesentlichen drei Adressen unter sich aus. Hauck & Aufhäuser sicherte sich die Aufsicht über fast 40% des platzierten Eigenkapitals. Die Caceis Bank liegt mit 23,5% auf Platz zwei. State Street Bank International folgt mit 15,6% auf dem dritten Rang.

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