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Transaktionen | 29.01.2018

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Hamburg: Corestate kauft Holzapartmenthaus Woodie

Urheberin: Theda Eggers
Das in Holzhybridbauweise errichtete Apartmenthaus Woodie (links), die dahinterliegende Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie das Wohnprojekt Wilma (rechts) mit 42 Wohnungen und 15 Mikrogewerberäumen.

Urheberin: Theda Eggers

Die Corestate Capital Holding hat die weltgrößte in Holzmodulbauweise errichtete Mikroapartmentanlage gekauft. Das Konzept des 40-Mio.-Euro-Projekts in Hamburg-Wilhelmsburg soll variiert deutschlandweit zum Einsatz kommen.

Der siebengeschossige Komplex Woodie in Hamburg-Wilhelmsburg mit 371 Apartments, zwei Gewerbeeinheiten und zwei Gemeinschaftsräumen ist das zwölfte Asset des Immobiliendachfonds, der mit Universal-Investment für die Bayerische Versorgungskammer aufgelegt wurde. Verkäufer des für knapp 40 Mio. Euro entwickelten Objekts ist ein Joint Venture aus Primus Development und Senectus Capital.

Entwurf von Sauerbruch Hutton

Das in der Neuen Mitte Wilhelmsburg binnen zehn Monaten realisierte Hybridkonzept folgt einem Entwurf der Berliner Architekten Sauerbruch Hutton. Auf einem Stahlbetonsockel wurden die 371 vorgefertigten Apartments aus Brettsperrholz mit einem Kran gestapelt und hier an die Versorgungsleitungen angeschlossen. Ein Stahlbetontreppenhaus dient der Aussteifung.
Die 20 qm großen Module waren samt Bett, Bad mit Spiegel und Duschwand, Einbauschränken, Schreib- und Klapptisch sowie einer Küchenzeile von Kaufmann Bausysteme im österreichischen Vorarlberg gefertigt und per Lkw nach Wilhelmsburg transportiert worden. Nach Angaben der Projektentwickler ist es das weltgrößte in Holzmodulbauweise errichtete Gebäude.

Hauptzollamt ist Kontingentmieter

260 Apartments sind inzwischen vermietet. „Wilhelmsburg ist neu für Studenten“, erklärt Achim Nagel von Primus Development. „Aber wir haben mit dem Hauptzollamt einen Kontingentmieter, der 100 Wohneinheiten gemietet hat - für die zusätzlichen Zollbeamten, die wegen des Brexits zukünftig in Hamburg beschäftigt sind.“

Nagel hat bereits weitere Projekte á la Woodie in Vorbereitung. „Wir planen Standorte in Kiel, Lübeck, Hannover, Münster, Düsseldorf, Köln und auch erneut in Hamburg.“ In Lübeck wird über ein Haus-in-Haus-Konzept für einen der auf der Nördlichen Wallhalbinsel bestehenden Hafenschuppen nachgedacht. In Köln und Münster gehe es um speziell für Holzkonzepte ausgeschriebene Standorte. Eine Lückenbebauung mit etwa 20 Modulen sei in Kiel vorgesehen. „Wir sind flexibler und können auch kleine Projekte entwickeln.“ Auch Wohneinheiten von 60 qm sind durch miteinander verbundene Module möglich.

Hamburg erleichtert Holzbau

Auch in Hamburg soll ein weiteres Projekt entstehen. „Den Brandschutz - etwa ohne Sprinkler - hätten wir in keinem anderen Bundesland so hingekriegt“, würdigt Nagel die Rahmenbedingungen in Hamburg. „Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie das für die Bauaufsicht zuständige Amt für Bauordnung und Hochbau waren durch die Internationale Bauausstellung 2013 bereits mit Holzbauprojekten vertraut.“ Auch sei der Holzbau in Hamburg politisch gewollt. So wurde in der Landesbauordnung jüngst der Holzbau bis zur Höhe für den obersten Fußboden von 22 m ermöglicht. „Außerdem haben wir hier kein Stellplatzsetting. Das ist in NRW ein großes Thema.“

Auch die Investoren sähen inzwischen die Qualitäten der Holzmodulbauweise. Nagel verweist auf die kurze Bauzeit und hohe Präzision durch die Vorfertigung, die um 10% höhere Flächeneffizienz durch schlankere Bauteilabmessungen. „Und die Holzausfachungen der Fassade sind alle identisch und können später einmal vollständig für 300.000 Euro binnen drei Monaten ausgetauscht werden. Bei einer Wärmedämmverbundfassade kostet es zwei- bis dreimal so viel.“

Upartments wird Property-Manager

Das Property-Management für das Woodie übernimmt künftig Upartments Real Estate, ein Tochterunternehmen von Corestate. JLL vermittelte den Verkauf. GSK Stockmann beriet den Verkäufer juristisch, DLA Piper den Käufer. Projekt- sowie Käuferfinanzierung erfolgten durch die HSH Nordbank.

Transaktion: Hamburg, Dratelnstraße 32

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