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Projekte | 10.01.2018

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berliner Luxustempel kommt unter den Hammer

Quelle: <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>.de, Urheber: Biggi
Der Luxustempel soll unter den Hammer kommen. Dem Vernehmen nach beträgt der Verkehrswert 70 Mio. Euro.

Quelle: pixelio.de.de, Urheber: Biggi

Das Datum steht fest: Am 4. Mai 2018 soll das 1995 eröffnete Büro- und Geschäftshaus Quartier 206 in der Berliner Friedrichstraße unter den Hammer kommen. Das Haus, in dem neben gewaltigen Kreditmitteln auch viel Geld aus Kreisen der Dürener Gruppe von Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld steckt, steht seit Dezember 2011 unter Zwangsverwaltung. Zuständig ist das Amtsgericht Berlin-Mitte. Der Verkehrswert liegt dem Vernehmen nach bei 70 Mio. Euro.

"Wir gehen davon aus, dass der Termin der Zwangsversteigerung aufgehoben wird", sagt Jagdfeld-Sprecher Christian Plöger der Immobilien Zeitung. "Wir werden die unberechtigte Versteigerung, die die Bank versucht, nicht akzeptieren und uns mit rechtlichen Mitteln wehren." Gläubigerbank ist die Crédit Suisse, London, die dem Vernehmen nach 145 Mio. Euro in die Luxusimmobilie pumpte. In dieser Größenordnung ist im Grundbuch von Berlin-Mitte auf Blatt 4176N eine Grundschuld eingetragen. Das Verfahren kam in Gang, weil das Darlehen offenkundig nicht mehr bedient wurde. Geldschwierigkeiten seien aber nicht der Grund, so Plöger.

Jagdfeld macht eine Gegenrechnung auf

Stattdessen macht Jagdfeld eine Gegenrechnung auf. Der Unternehmer macht dem Geldhaus und daran beteiligte Dritte zum Vorwurf, durch die Immobilie gesicherte Darlehen zu Unrecht gekündigt zu haben. Ferner habe er kein Geld für die Pflege des Hauses im Ostberliner Geschäftsviertel zur Verfügung gestellt. Zusammen mit der Klage auf Schadenersatz für ausgebliebene Wertsteigerungen und Mieteinnahmen beläuft sich der Klagewert auf 665 Mio. Euro. "Als sich das Haus noch unter Management der Jagdfeld-Gruppe befand, war das Gebäude in einem exzellenten Zustand und an exzellente internationale Mieter vermietet."

Edelmarken kamen und gingen

Edelmarken wie Gucci, Louis Vuitton, Moschino und Yves Saint Laurent zogen ein und wieder aus. Vor gut einem Jahr schloss auch Anne Maria Jagdfeld ihren 2.300 qm großen Departmentstore in der Friedrichstraße 71. Sanierungsarbeiten am Gebäude würden den Weiterbetrieb verhindern, hieß es zur Begründung.

Das Quartier 206, nach Entwürfen des New Yorker Architektenbüros Pei, Cobb, Freed & Partners gebaut, umfasst rund 8.000 qm Einzelhandelsfläche. Mit 16.000 qm entfällt das Gros auf Büroflächen. Hinzu kommen noch etwa 1.000 qm, die Wohnzwecken dienen.

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
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