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Finanzen | 08.01.2018

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Hannover
  • Unternehmen:
    Exporo
  • Personen:
    Simon Brunke, Julian Oertzen
  • Immobilienart:
    Wohnen, Gewerbe allgemein

Exporo emittiert erste Schwarmanleihe

Die Crowdinvestingplattform Exporo betritt Neuland: Erstmals sammelt das Unternehmen via Anleihe Geld bei Anlegern ein, um es in ein Immobilienportfolio zu stecken. Exporo verspricht dem Schwarm zu „investieren wie ein Immobilieneigentümer“.

Kaum hat das Hamburger Unternehmen die KWG-Lizenz in der Tasche, folgt das erste vollregulierte Finanzprodukt: Rund 5 Mio. Euro will Exporo per Anleihe einwerben. Als „spannende Alternative zu Immobilienfonds“ bewirbt Simon Brunke, Vorstandschef von Exporo, das Wertpapier. Zeichner der Anleihe würden „investieren wie ein Eigentümer“.

Exporo übernimmt für die Anleger sämtliche Dienstleistungen wie Ankaufsprüfung und -durchführung, Objektbewirtschaftung und -verwaltung. Im Gegenzug erhalten die Investoren nicht etwa einen fixen Zinskupon über die zehnjährige Laufzeit, sondern das Versprechen, die Mieteinnahmen (nach Abzug der Bewirtschaftungskosten) im Quartalsrhythmus ausgeschüttet zu bekommen, plus einem 80%-Anteil an einer etwaigen Wertsteigerung zum Ende der Laufzeit. Dann soll das Objekt verkauft werden, was bereits nach fünf oder siebeneinhalb Jahren möglich ist - sofern die Mehrheit der Anleger zustimmt.

Bis zu 5,7% Rendite p.a. möglich

Das Portfolio, in das die Anleihezeichner investieren sollen, besteht aus vier Wohnimmobilien (54 Einheiten) mit geringem Gewerbeanteil (vier Einheiten) in Hannover. Alle Objekte wurden vor kurzem modernisiert und sind voll vermietet. Auf 418.217 Euro summieren sich die jährlichen Nettomieteinnahmen, nach Abzug aller Kosten sollen 214.634 Euro p.a. an die Anleger ausgeschüttet werden, was bei einem Investitionsvolumen von 4,96 Mio. Euro einer Rendite von ca. 4,3% p.a. entspricht. Abgesichert werden die Anleihegläubiger durch eine nachrangige Grundschuld.

Eigentümerin der Objekte ist die Exporo-Tochter Exporo Hannover GmbH. Die Gesellschaft hat die Objekte für 9,2 Mio. Euro erworben, finanziert mit einem Kredit einer Volksbank über 5,5 Mio. Euro. Trifft die prognostizierte Wertsteigerung ein, könnte der Verkaufspreis nach zehn Jahren bei 10,1 Mio. Euro liegen und damit die Gesamtrendite bei 5,7% p.a.

Digitalvertrieb spart Kosten

Durch den digitalen Charakter der Anleihe würden die Vertriebs- und Emissionskosten nach den Worten von Exporo-Vorstandsmitglied Julian Oertzen bei lediglich 20% bis 30% der vergleichbaren Kosten von geschlossenen Fonds liegen. „Es ist unser Ziel, die Weichkosten möglichst gering zu halten, damit die Objektrendite nicht in der Regulierung hängen bleibt“, sagt Oertzen. Die Mindestanlageschwelle liegt bei 1.000 Euro.

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