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Projekte | 08.01.2018

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlins Pannenairport BER bis zu 1 Mrd. Euro teurer

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Gerda Gericke
Bis zu 1 Mrd. Euro teurer soll Berlins Pannenairport BER werden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Gerda Gericke

Berlins Pannenairport BER soll bis zu 1 Mrd. Euro teurer werden. Laut einem Bericht der Bild am Sonntag wird das Geld für die Inbetriebnahme und den Ausbau des zukünftigen Hauptstadtflughafens benötigt.

Diese Zahl hat dem Blatt zufolge die Flughafen-Geschäftsführung dem Aufsichtsrat bereits vor Weihnachten mitgeteilt. Allein die Kosten für den Baustellenbetrieb und die Einnahmenausfälle beliefen sich auf rund 25 Mio. Euro pro Monat, heißt es weiter. Bis zur geplanten Eröffnung im Oktober 2020 fehlten so rund 750 Mio. Euro. Weitere Mittel seien für neue Aufträge zur Fertigstellung und zum beschleunigten Ausbau nötig.

Flughafengesellschaft kann das Finanzloch nicht aus eigener Kraft stopfen

Auf der Aufsichtsratssitzung im Dezember, dem bislang letzten Treffen des Gremiums, hieß es laut Medienbericht, die Flughafengesellschaft könne das Finanzloch nicht aus eigener Kraft stopfen. Maximal 400 Mio. Euro könne die Gesellschaft durch Kredite allein stemmen. Woher das übrige Geld kommen soll, darüber herrsche zwischen den Gesellschaftern Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg Uneinigkeit, heißt es in dem Bericht weiter. Die Flughafengesellschaft verweist auf die Aufsichtsratssitzung im kommenden März, bei der über die Finanzierung entschieden wird.

Eigentlich soll der Steuerzahler raus sein

Zuletzt sollte der Flughafen gut 6,5 Mrd. Euro kosten. Regelmäßig aufflammende Diskussionen, ob das Geld reicht und wenn nicht, wo zusätzliches Geld herkommen soll, hat Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Die Linke) noch im Sommer so kommentiert: Für den Fall, dass Mehrkosten entstünden, müsse die Flughafengesellschaft selbst geeignete Maßnahmen ergreifen. Anders ausgedrückt: Wenn der Airport teurer wird, muss die Flughafengesellschaft das aus Bordmitteln stemmen. Der Steuerzahler soll raus sein. Genau so nüchtern äußerte sich Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup: "Die Gesellschafter haben bestimmt, dass das Geld reichen soll." Jetzt lautet seine Parole dem Vernehmen nach: "Alle Möglichkeiten zur Eigen- und Fremdfinanzierung nutzen".

Von außen sieht alles fix und fertig aus

Im Oktober 2020, zu Beginn des Winterflugplans, soll der einmal drittgrößte Flugplatz Deutschlands am südöstlichen Rand der deutschen Hauptstadt jetzt eröffnen. Es ist der siebte Eröffnungstermin — neun Jahre nach der ursprünglich geplanten Fertigstellung. Von außen sieht der nach Willy Brandt benannte Airport aus, als könnte es morgen losgehen. Die Straßen sind geteert, Bäumchen gepflanzt, Hotels und Büros sind gebaut, Parkhäuser auch. Doch raucht das Sicherheitspersonal in der Geisterstadt weiterhin ungestört seine Zigaretten. Drinnen im Terminal sieht es aus, als müsste nur jemand die Plastikhüllen von den Bänken nehmen.

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