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Projekte | 04.12.2017

Von Martina Vetter

In diesem Artikel:

Das Leipziger Paulinum ist fertig

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Martina Vetter
Aula, Andachtsraum und Konzerthaus in einem: das Paulinum in Leipzig.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Martina Vetter

Acht Jahre verspätet wurde am Wochenende das Paulinum der Universität Leipzig eingeweiht. Der blendend weiße Saal mit einer beeindruckenden Decke aus gotischen Spitzbögen und Lichtsäulen dient als Aula, Universitätskirche Konzert- und Veranstaltungsraum zugleich und sucht seinesgleichen hierzulande.

Wohl keine Baustelle in Leipzig machte in der Vergangenheit so viel von sich reden wie das Paulinum, das schon 2009, zum 600-jährigen Jubiläum der Universität Leipzig eingeweiht werden sollte. Doch Baustopps, die Insolvenzen beteiligter Firmen und die komplizierte Umsetzung des spektakulären Entwurfs vom niederländischen Architekten Erick van Egeraat verzögerten die Fertigstellung des Bauwerks am Ausgustusplatz in Leipzig.

Errichtet wurde das Paulinum als Teil des neuen Uni-Campus in der Leipziger Innenstadt. Der ist bereits seit einigen Jahren fertig und auch die Fassade des direkt an das Hauptgebäude Augusteum anschließenden Paulinums ist seit einigen Jahren vollendet. Nur der Innenausbau der Aula bzw. des Andachtsraums hinkte hinterher. Während die Seminarräume in den Etagen über der Aula schon längst in Betrieb waren, stritten sich Architekt Egeraat und der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement als Bauherr vor Gericht über bauliche Veränderungen in der Aula, deren räumliche Dimensionen und Ausgestaltung denen der früheren Kirche ähneln.

Das "Wunder von Leipzig"

Doch Architekt Egeraat blieb stur und setzte trotz aller konstruktiven Schwierigkeiten durch, dass die Aula genauso gebaut wird, wie sein Büro sie entworfen hatte. Gut 117 Mio. Euro hat das Bauwerk am Ende gekostet, das Universitätsprediger Peter Zimmerling beim Gottesdienst, mit dem das Haus gestern eingeweiht wurde, das "Wunder von Leipzig" nannte.

Nicht nur architektonisch, sondern auch akustisch ist das Bauwerk, das geistliche und geistige Nutzung wie früher wieder unter einem Dach vereint, durchaus gelungen. Einen Vorgeschmack auf die Qualität der neuen Orgel und die Klangqualität des Raums konnten die Besucher am Eröffnungswochenende genießen. Viele Konzerte der Universitätsmusik werden folgen und das Paulinum nicht nur Studierenden und Gläubigen, sondern einem breiten Publikum zugänglich machen.

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