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Märkte | 28.11.2017

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Hamburg steuert auf Rekord bei Baugenehmigungen zu

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Neubauten allerorten - hier auf der Schlossinsel im Harburger Binnenhafen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Hamburg erwartet für 2017 einen neuen Rekord bei Wohnungsbaugenehmigungen. Schon bis Ende September wurden fast so viele Wohneinheiten genehmigt wie im gesamten Vorjahr. Motor ist der Geschosswohnungsbau. In Schleswig-Holstein rutschten die Genehmigungszahlen dagegen um über 11% nach unten.

Allein in den ersten neun Monaten wurden 9.913 Wohneinheiten in Wohn- und Nichtwohngebäuden genehmigt. Das sind 47,8% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonders zugelegt hat der Geschosswohnungsbau. Bei Gebäuden mit drei und mehr Wohnungen wurden mit 7.790 Wohnungen 60,4% mehr Genehmigungen erteilt als im Vorjahr.

Größere Projekte und mehr Mietwohnungen

Deutlich wird an den von Statistik Nord zusammengetragenen Zahlen, dass mehr Wohnungen in größeren Projekten genehmigt wurden, denn die Zahl der genehmigten Wohngebäude stieg um nur 11%. Auch wurden mehr Mietwohnungen bewilligt als Eigentumswohnungen. Für Letztere gab es ein Genehmigungsplus von 43,9%.

Hamburg liegt in puncto Dynamik unter den drei deutschen Millionenstädten vorn. Während in München die Zahl der Baugenehmigungen in den ersten drei Quartalen 2017 um immerhin 35% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 auf 9.509 Wohneinheiten zulegte, wurden in Berlin mit 15.567 in diesem Zeitraum gut 8% weniger Wohneinheiten genehmigt.

"Hamburg hat gute Mechanismen entwickelt"

Andreas Breitner zeigt sich ein wenig überrascht von den guten Zahlen. "Wir haben erwartet, dass die Zahl der Baugenehmigungen eher zurückgeht, weil die reifen Früchte gepflückt sind." Den Erfolg führt der Verbandsdirektor des VNW auf das 2011 gegründete Bündnis für das Wohnen in Hamburg zurück. "Hamburg hat früh gute Mechanismen für den Wohnungsbau entwickelt. Dazu gehört auch der Wohnungsbaukoordinator als dritte Instanz zur Prüfung sperriger Projekte."

Zwar knirsche es auch weiter immer mal wieder zwischen Baugenehmigungsbehörden und Antragstellern. "Aber die Bezirke sind seit 2016 Teil des Bündnisses für das Wohnen. Das wirkt inzwischen fast bis in die letzte Amtsstube." Zudem sei der Wohnungsbau in Hamburg Chefsache, lobt Breitner seinen SPD-Parteigenossen und Ersten Bürgermeister Olaf Scholz.

Weniger Baugenehmigungen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein hingegen liegen die Genehmigungszahlen sogar deutlich unter den Bundeszahlen, die bis Ende September ein Minus von 7% ausweisen, im Geschosswohnungsbau allerdings ein zartes Plus von 0,9%. Dagegen wurden zwischen Norderstedt und Flensburg bis September 10.615 Wohneinheiten genehmigt: 11,3% weniger als 2016. Dabei bröckelte es im Geschosswohnungsbau mit einem Minus von 12% auf 5.153 Wohneinheiten sogar stärker als bei Ein- und Zweifamilienhäusern, für die ein Rückgang von 8% auf 4.459 Wohneinheiten erfasst wurde.

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