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Unternehmen | 14.11.2017

Von Bernhard Bomke

In diesem Artikel:

Marienfeldts HIH kauft für 1 Mrd. Euro und plant Polenfonds

Quelle: HIH Real Estate GmbH
HIH-Geschäftsführer Erik Marienfeldt rechnet im laufenden Jahr mit Immobilientransaktionen der Asset-Management-Tochter Warburg-HIH Invest Real Estate für 1,6 Mrd. Euro.

Quelle: HIH Real Estate GmbH

Die HIH-Gruppe hat in den ersten drei Quartalen dieses Jahres Immobilien für gut 1 Mrd. Euro erworben und Objekte für fast 400 Mio. Euro verkauft. Damit werden die Hamburger im laufenden Jahr voraussichtlich merklich mehr Immobilien erwerben als 2016. Dagegen ist die von Erik Marienfeldt und Jens Nietner geführte Gruppe auf der Verkäuferseite deutlich weniger aktiv. Bei den Ankäufen entfällt fast die Hälfte des Volumens auf Projektentwicklungen - der Rendite wegen.

"Wir verkaufen 2017 weniger Immobilien als in den beiden Jahren davor, weil wir dieses Jahr keine Sonderfaktoren haben", sagt Marienfeldt der Immobilien Zeitung. 2015 habe sein Haus aus taktischen Gründen für rund 500 Mio. Euro allein in London Immobilien verkauft, und im vergangenen Jahr habe es auffallend viele Veräußerungen von Beständen aus geschlossenen Fonds gegeben. Die bislang im laufenden Jahr erfolgten Verkäufe für 394 Mio. Euro (davon 290 Mio. Euro im Inland) stellten eher so etwas wie das langfristige Mittel dar.

Warburg-HIH managt Immobilien für 6,5 Mrd. Euro

Auf der anderen Seite ist Warburg-HIH mit seiner Ankaufoffensive in diesem Jahr bereits nach neun Monaten fast soweit wie im gesamten Vorjahr (1,08 Mrd. Euro). Das Gros der Käufe lag seit Januar im Inland (794 Mio. Euro). Die übrigen 210 Mio. Euro investierte das Unternehmen in Belgien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich und Polen. Ende September betreute der Asset-Manager Immobilien für 6,5 Mrd. Euro in 55 Fonds.

Die paneuropäischen Ambitionen untermauert HIH mit einer weiteren Dependance, die im September in Wien eröffnet wurde. Zwei Jahre zuvor hatten Länderbüros in Frankreich und Spanien den Betrieb aufgenommen. Im kommenden Jahr sollen Niederlassungen in Amsterdam und Warschau folgen.

Polen-Spezial-AIF soll 5% im Jahr ausschütten

Letzteres hat einen konkreten Aufhänger. Anfang 2018 will Warburg-HIH die Akquise für einen Spezial-AIF starten, der primär in Büroimmobilien in Polen investiert, sekundär auch in dortige Einzelhandelsobjekte. Genau genommen konzentriert sich der Fonds in spe auf die Standorte Breslau, Danzig, Krakau, Posen und Warschau. "Warschau werden wir allerdings eher untergewichten, weil wir dort aufgrund der vielen Neubauten erhöhte Risiken sehen", erklärt Marienfeldt. Die polnische Hauptstadt ist unter den von HIH gecoverten prominenten Standorten der einzige neben London, an dem viel zu viele Büroneubauten auf den Markt kommen.

Der Polen-Spezial-AIF soll mindestens 300 Mio. Euro (davon 50% Eigenkapital) groß werden und richtet sich vorwiegend an deutsche Institutionelle. Binnen zwei bis drei Jahren soll das Core-/Core-plus-Produkt voll investiert sein. Die Laufzeit hernach beträgt mindestens zehn Jahre. Die Ausschüttungsrendite gibt Marienfeldt mit 5% p.a. an.

Sieben Projektentwicklungen in Arbeit, darunter der neue Sitz von Gruner + Jahr

Während es an der Front der Produkte für institutionelle Anleger immer wieder Neues gibt, bleibt es bis auf Weiteres bei der Zurückhaltung hinsichtlich des Publikumsgeschäfts. "Da haben wir unverändert die Themen Vertrieb und Vertriebssteuerung", erklärt Marienfeldt das fortgesetzte Pausieren in diesem Sektor. Mit anderen Worten: Er sieht nach wie vor kaum Chancen für geschlossene Publikums-AIF, weil sie sich nicht vertreiben lassen.

Dagegen ist die Tochter HIH Projektentwicklung schwer aktiv. Sieben Projektentwicklungen hat sie in Arbeit. Dabei geht es um Immobilien für die Nutzungsarten Büro, Einzelhandel, Hotel und Wohnen. Zu dem Septett gehören unter anderem das 75 Mio. Euro teure Redevelopment an dem Standort Konrad-Adenauer-Platz 1 in Düsseldorf (Hauptmieterin ist die Stadt Düsseldorf) und der Neubau der Unternehmenszentrale des Verlagshauses Gruner + Jahr in der Hamburger Hafencity. Hier geht es um ein Investitionsvolumen von rund 250 Mio. Euro.

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