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Projekte | 13.11.2017

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Huckepackbahnhof ist Teil des neuen Hamburger Stadteingangs

Quelle: BBEG, Urheber: Henn Architekten
So soll der Neue Huckepackbahnhof bebaut werden - mit Hochhäusern bis an die Billhorner Brückenstraße. Quelle: BBEG, Urheber: Henn Architekten
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Jürgen Bruns-Berentelg (l.) erläutert dem heiter gestimmten Olaf Scholz das Konzept des Huckepackbahnhofs. Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Quelle: BBEG
Im Zentrum des Entwicklungsgebietes Billebogen (orange eingefasst) liegt der Neue Huckepackbahnhof. Quelle: BBEG
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Die Bebauung des Neuen Huckepackbahnhof startet mit den Opernwerkstätten und Opernfundi, für die jetzt das Bergfest gefeiert wurde. Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Quelle: Sprinkenhof AG, Urheber: DFZ Architekten
Bis zum Juni 2018 sollen die Opernwerkstätten und -fundi fertiggestellt sein. Quelle: Sprinkenhof AG, Urheber: DFZ Architekten
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Seit dem Sommer ist auch die Straßeninfrastruktur des Huckepackbahnhof fertigestellt. Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Blick auf das noch zu bebauende Areal des Huckepackbahnhofs. Im Hintergrund links sind die Elbbrücken zu sehen. Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
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Beim Bergfest für die Opernwerkstätten skizzierten Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Jürgen Bruns-Berentelg, Chef der HafenCity Hamburg, ihre Pläne eines "Chancenraums für urbane Produktion" auf dem Neuen Huckepackbahnhof in Rothenburgsort. Bis zu 160.000 qm BGF Produktions- und Dienstleistungsflächen sollen in östlicher Nachbarschaft der Hafencity entstehen.

"Agile Gelassenheit ist für die Entwicklung eines solchen Standorts die richtige Strategie", erläuterte Bruns-Berentelg seine Arbeitsphilosophie bei der Entwicklung des Gewerbequartiers Neuer Huckepackbahnhof. "Der geplante Standort ist ohne internationales Vorbild. Jetzt geht es darum, Märkte und Unternehmen zu finden, die von dem Konzept überzeugt sind." Bruns-Berentelg führt auch die 2015 gegründete Billebogen Entwicklungsgesellschaft. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines 79 ha großen Areals zwischen den Elbbrücken und dem Billebecken - in östlicher Nachbarschaft der Hafencity sowie als Einstieg in die Aufwertung der östlichen Hamburger Stadtteile entsprechend dem 2014 vorgestellten Konzept Stromaufwärts an Elbe und Bille.

Urbane Produktion auf bis zu sechs Ebenen

Den Auftakt zur Entwicklung des sehr heterogenen, meist gewerblich genutzten Entwicklungsgebiets Billebogen am südöstlichen Eingang der Hamburger Innenstadt macht der sogenannte Neue Huckepackbahnhof. Auf dem 11 ha großen, früheren Rangierbahnhof zwischen Billhorner Brückenstraße und Billstraße entsteht "ein konkreter Bestandteil dessen, was Stadtplaner einen Chancenraum für urbane Produktion nennen", erklärte der Erste Bürgermeister Olaf Scholz. "Hier wird sie organisiert, die urbane Produktion auf bis zu sechs Ebenen."

Die seit dem Sommer fertiggestellte Straßenstruktur konturiert die bauliche Gestalt der geplanten Gewerbebauten. Geplant ist eine repräsentative Adresslage zur Straße sowie eine tiefer liegende Logistikebene auf der Rückseite. Möglich sind flexible Raumhöhen von 4,80 m bis 8 m, die als Produktionshallen genutzt werden können - vertikal übereinander. Auch Raum für Hotel, Gastronomie, Kultur und soziale Infrastruktur soll entstehen - Wohnungen aufgrund des Verkehrslärms der vorbeilaufenden Straßen- und Schienentrassen weniger. 2.500 bis 3.000 Arbeitsplätze können in den von Henn Architekten skizzierten Gewerbebauten entstehen.

"Da muss man das richtige Unternehmen finden"

Bruns-Berentelg weiß aber, dass ihm die neuen Gewerbeflächen im Geschoss nicht sofort aus den Händen gerissen werden. "Wir brauchen Orte, die sich langsam entwickeln, wie die Speicherstadt, die auch nach über 100 Jahren nachhaltig genutzt wird. Unternehmen müssen lernen, dass eine solche Marktnähe Qualitäten schafft, die für sie neue Produktions- und Absatzwege und damit eine höhere Produktivität ermöglicht."

Das gelte etwa auch für ein in Aussicht genommenes Bürohochhaus, das - 60 m bis 80 m hoch - an der direkt anliegenden Billhorner Brückenstraße auf Flächen geplant ist, die durch den Rückbau der riesigen Autobahnauffahrten aus den 1960er Jahren frei werden. "Da muss man das richtige Unternehmen finden", so Bruns-Berentelg und verwies darauf, "dass wir auf 900 m einen neuen Stadteingang planen: von den Elbbrücken bis zur Bille". Und diese 900 m säumen drei zentrale Hamburger Stadtentwicklungsprojekte: Kleiner Grasbrook, Hafencity und Billebogen.

Bergfest für Opernwerkstätten

Den Anlass für diese Betrachtungen bot in der vergangenen Woche das Bergfest beim Bau der Opernwerkstätten und des Opernfundus. Für 68,4 Mio. Euro baut die städtische Sprinkenhof ein dreiteiliges Ensemble mit 22.124qm BGF. Die 19.721 qm Mietfläche mietet die Oper. Der Kulissenfundus wird voraussichtlich noch vor Jahresende bezogen, die Werkstätten, der Kostüm- und Maskenfundus wohl im Juni 2018.

Die Neubauten, die in Barmbek etwa Raum für den Bau von 675 Wohnungen freimachen, sollten zunächst in Wilhelmsburg entstehen. Doch der dortige Widerstand gegen die Ansiedlung führte schließlich zum Standort Huckepackbahnhof. Mit den dort im Weiteren geplanten mehrgeschossigen Gewerbebauten hat das von DFZ Architekten architektonisch gestaltete Baukonzept wenig zu tun. Dekorationswerkstätten und Kulissenfundus sind großflächig eingeschossig. Kompakter ist der Kulissen- und Maskenfundus mit vier Geschossen.

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