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Unternehmen | 13.11.2017

Von Bernhard Bomke

In diesem Artikel:

Patrizia sichert sich Triuva für gut 200 Mio. Euro

Quelle: Patrizia
And the winner is ...: Patrizia Immobilien erhielt den Zuschlag für den Kauf von Triuva, der Fondstochter der IVG.

Quelle: Patrizia

Patrizia Immobilien hat den Zuschlag für die IVG-Tochter Triuva erhalten und sich damit auf der Zielgeraden gegen die letzten verbliebenen Mitbietenden DIC Asset und Hamburg Trust durchgesetzt. Wie es in Marktkreisen heißt, zahlen die Augsburger gut 200 Mio. Euro für den Spezialfondsmanager, der ein Vermögen aus Immobilien für 7,7 Mrd. Euro und Kavernen für 2,1 Mrd. Euro verwaltet.

Mit dem am gestrigen Sonntag erfolgten Signing ging ein Bieterwettbewerb um Triuva zuende, der im Mai dieses Jahres begonnen hatte. Seinerzeit hatte die Muttergesellschaft IVG Immobilien den Verkaufsprozess gestartet, in dessen Verlauf mehr als 60 deutsche und internationale Adressen ihr Interesse an dem Manager von rund 40 Fonds (davon zwei Fonds mit Kavernen) für mehr als 80 institutionelle Investoren bekundet hatten. Triuva beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter und ist an 15 Standorten in Europa präsent.

Triuva-Bestand umfasst rund 270 Immobilien

Das Unternehmen managt einen Bestand von rund 270 Immobilien. Das Portfolio (Immobilien und Kavernen) setzt sich (gemessen in Euro) etwa zur Hälfte aus Büroimmobilien zusammen. Hinzu kommen Handelsobjekte (gut 13%), Logistikimmobilien (knapp 4%) und Kavernen (rund 25%). Den Rest fasst Triuva unter Sonstiges zusammen.

Die an dem Deal Beteiligten äußerten sich hochzufrieden über den Abschluss. „Patrizia ist der denkbar beste Partner für die Triuva, um weiteres Wachstum auch im internationalen Umfeld zu generieren und die strategische Weiterentwicklung des Fondsgeschäfts voranzutreiben“, sagte IVG-Immobilien-CEO Dietmar P. Binkowska. Patrizia-Vorstandschef Wolfgang Egger betonte: „Die Übernahme fügt sich perfekt in unsere Wachstumsstrategie ein. Wir stärken unser europäisches Netzwerk, bauen unsere Marktpräsenz aus und erweitern das Leistungsspektrum für unsere Kunden.“

Mit der Triuva-Übernahme und dem Ausbau des betreuten Anlagevermögens auf über 30 Mrd. Euro rückt Patrizia nach eigenem Bekunden unter die Top Ten der europäischen Immobilieninvestmentmanager. Und damit nicht genug. Egger: „Mit unserer weiterhin soliden Kapitalausstattung werden wir unsere Strategie erfolgreich fortsetzen und auch künftig attraktive Chancen zum Vorteil unserer Investoren nutzen.“ Die eigene Liquidität beziffert Patrizia auf rund 740 Mio. Euro.

IVG muss jetzt noch die Kavernentochter und eigene Restbestände verkaufen

Offen ist derzeit noch, wie das institutionelle Fondsgeschäft von Triuva und das von Patrizia zusammengeführt werden sollen. Mit Überlegungen dazu werde man zeitnah beginnen, heißt es in Augsburg. Die Kavernen im Triuva-Bestand ordnet Patrizia als Einstieg in Infrastrukturiqnvestments ein. Solcherlei sei von einer Reihe Investoren ausdrücklich gewünscht.

Für die IVG bleiben nach dem geglückten Verkauf von Triuva noch mindestens zweierlei Themen, die erledigt werden müssen. So gilt es, die Tochter Storag Etzel zu veräußern, der zwar - je nach Rechenart - nur zwei Kavernen gehören, die aber mehr als 70 Kavernen für Öl und Gas in Ostfriesland betreibt. Zum anderen hält die IVG noch eine Reihe von Waldgrundstücken sowie Brachland und ein paar Immobilien in Belgien, Deutschland und Finnland. Auch all dieses soll verkauft werden. Und zu guter Letzt stellt sich die Frage, was mit der verbliebenen IVG-Belegschaft wird.

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