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Projekte | 10.11.2017

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Mönckebergstraße wird 26. BID in Hamburg

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Die Mönckebergstraße, links der Barkhof. Die Sumpfeichen sollen beschnitten werden, um die Fassaden beleuchten zu können.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Die Mönckebergstraße, Hamburgs bekannteste Einkaufsstraße, wurde als Business Improvement District (BID) eingerichtet. Mit 10,3 Mio. Euro binnen fünf Jahren hat die Mönckebergstraße das deutschlandweit größte BID-Budget. Investiert wird in Beleuchtung, Sauberkeit, Möblierung und Marketing.

"Die Mönckebergstraße muss sich sputen", erklärte Ludwig Görtz bei der Vorstellung des BID mit Verweis auf die Onlinekonkurrenz im Einzelhandel und die abnehmende Frequenz. "Zudem bekommen wir ein gigantisches Einkaufszentrum in 1,5 km Entfernung, das wir uns wirklich nicht gewünscht haben". Görtz ist Schuhhändler im Barkhof an der Mönckebergstraße und Vorsitzender des Trägerverbunds Projekt Innenstadt, einer Initiative von Eigentümern und Händlern zur Entwicklung der Hamburger City.

Mit dem Einkaufszentrum ist das 260.000 qm BGF große Südliche Überseequartier gemeint, das von Unibail Rodamco mit einem Investitionsvolumen von gut 1 Mrd. Euro bis 2021 in der Hafencity entstehen soll. 80.000 qm BGF sind für Einzelhandel vorgesehen.

"Mönckebergstraße braucht die Erneuerung"

"Keine einzige der geplanten Maßnahmen reagiert auf das Überseequartier", betonte Sebastian Binger, Geschäftsführer der Otto Wulff BID Gesellschaft, die als Aufgabenträgerin das BID managt. Und auch Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) unterstrich: "Unabhängig vom Überseequartier braucht die Mönckebergstraße diese Erneuerung." Und daher wurde nach mehr als zehnjähriger Vorbereitungszeit am Dienstag vom Senat die Verordnung zur Einrichtung des Innovationsbereichs Mönckebergstraße beschlossen. Ausgangspunkt für den BID war die Erneuerung der Beleuchtung. 54 neun Meter hohe Masten sollen die über 100 bestehenden, vier Meter hohen Masten ersetzen.

"Die LED-Technik versetzt uns in die Lage, die Beleuchtung in puncto Farbe, Ausrichtung oder Rhythmus zu steuern", erläuterte Görtz. Die LED sollen neben der Basisausleuchtung der 800 m langen Mönckebergstraße insbesondere die Fassaden der zum Teil 100 Jahre alten Kontorhäuser speziell in Szene setzen. Görtz erwartet, dass dazu die Sumpfeichen entlang der Mönckebergstraße beschnitten werden. "Schließlich wollen wir die Fassaden beleuchten, nicht den Wald." Das Levantehaus, der Barkhof oder das Karstadt-Haus bilden das städtebauliche und architektonische Potenzial der Einkaufsachse zwischen Hauptbahnhof und Rathaus.

Hamburger Sehnsuchtsmotiv

Ein weiterer Investitionsschwerpunkt ist die Spezialanfertigung einer neuen Weihnachtsbeleuchtung. Das tragende Motiv sollen Schlittschuhläuferinnen auf der Außenalster sein, das "Hamburger Sehnsuchtsmotiv schlechthin", wie Binger in Anspielung auf die seltenen Gelegenheiten zum Schlittschuhlaufen auf der Alster erklärte. Zusätzliche Reinigung, neue Bänke sowie ein Marketingkonzept werden ebenfalls aus dem Budget abgedeckt. "Bei den Events wollen wir eine neue Wertigkeit", so Binger. "Da wollen wir uns auch einmischen in die Auswahl der Veranstaltungen im öffentlichen Raum."

Die Mönckebergstraße ist das 26. BID in Hamburg. Dieses eingeschlossen summiert sich das seit 2005 von den Eigentümern aufgebrachte Budget auf 65 Mio. Euro.

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