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Politik | 12.10.2017

Von Christine Rose

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bundesregierung Deutschland, Deutsche Energie-Agentur (dena), Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), Deutscher Gewerkschaftsbund, Zentralverband des deutschen Handwerks, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
  • Personen:
    Angela Merkel, Peter Altmaier
  • Immobilienart:
    Wohnen

Verbände fordern hohe energetische Sonder-AfA

Quelle: Pixelio.de, Urheber: W. R. Wagner
Weniger Heizen dank steuerlicher Förderung - so stellen sich das mehrere Verbände vor.

Quelle: Pixelio.de, Urheber: W. R. Wagner

Mehrere Industrieverbände und andere Interessenvertretungen fordern von der künftigen Bundesregierung, energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutzten Wohnimmobilien steuerlich zu fördern. Und zwar als Ergänzung zu bereits bestehenden Förderungen.

Ein entsprechendes Papier haben der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew), die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erarbeitet.

Psychologischen Effekt des Steuersparens nutzen

Die Verbände und Organisationen fordern, dass 30% der Kosten für energetische Maßnahmen über drei Jahre von der Einkommenssteuer abgezogen werden können (progressionsunabhängig). Für sinnvoll erachtet wird eine Laufzeit der "weiteren Säule der Förderung" von zunächst zehn Jahren. Innerhalb dieses Zeitraums sollte der Förderzeitraum über drei Jahre stabil gehalten werden und dann um zehn Prozentpunkte sinken, heißt es. Das sei ein Anreiz für zügiges Investieren. Gefördert werden sollte technologieoffen. Für den Fall, dass die Einkommenssteuerschuld zur Verrechnung der Investitionen nicht ausreicht, plädieren sie für "eine vergleichbar attraktive Lösung".

In Deutschland müssten, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, "endlich die großen CO2- und Energieeinsparpotenziale bei Gebäuden mobilisiert werden", lautet die Begründung. Und weiter: "Der psychologische Effekt des Steuersparens ist ein unvergleichlich starker Hebel, der im bisherigen Fördermix fehlte." Das vorgeschlagene Modell soll unterm Strich zu höheren Steuereinnahmen führen, "und damit eine spezifische Gegenfinanzierung nicht erforderlich machen".

Merkel will ebenfalls Sonder-AfA

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Juni erklärt, sich für eine Sonder-AfA (Absetzung für Abnutzungen) für die energetische Gebäudesanierung einsetzen zu wollen. Dass eine solche - seit Jahren debattierte - Abschreibung bisher nicht kam, schiebt sie den Bundesländern in die Schuhe. Die ließen eine Sonder-AfA tatsächlich zweimal im Bundesrat mit der Begründung scheitern, der Bund wolle keinen Ausgleich für die Anlaufkosten der Sonder-AfA zahlen.

Nach den für die CDU erfolgreichen Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein hat sich nun das Kräfteverhältnis zugunsten der Union verschoben. Auch mit Blick auf die Landtagswahlen am 15. Oktober im bis dato rot-grün regierten Niedersachsen sagte Kanzleramtsminister Peter Altmaier vor einigen Wochen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Wir sehen hier eine große Chance für einen erfolgreichen Anlauf."

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