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Märkte | 12.10.2017

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Hamburger Investmentmarkt enttäuscht

Quelle: Pixabay, Urheber: rcvd
Hamburg bleibt bei Investoren beliebt. Nur das Angebot wird immer knapper.

Quelle: Pixabay, Urheber: rcvd

Die Makler von Colliers International sind enttäuscht über die Entwicklungen auf dem Hamburger Investmentmarkt. Das Transaktionsvolumen liege unter den Erwartungen.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden in Hamburg rund 2 Mrd. Euro mit gewerbliche Immobilien umgesetzt. Das sei fast ein Fünftel weniger als der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre und liege rund 39% unter dem Vorjahreswert.

Allerdings rechnen die Makler von Colliers damit, dass die Akteure zum Jahresende noch mal kräftig zulegen werden. Es werde eine starke Jahresendrallye geben, heißt es. Das Rekordergebnis von 4,9 Mrd. Euro aus dem Vorjahr werde aber nicht mehr erreicht.

Für den Rückgang sei das geringe Angebot verantwortlich, so Colliers. Insbesondere in der City werde der Produktmangel deutlich. Bisher habe es nur zehn Abschlüsse im Stadtkern gegeben. Im Vorjahr waren es über 20. Investoren würden daher vermehrt auf Stadtteillagen wie City Süd, HafenCity und St. Georg ausweichen. Hier gebe es ein größeres Angebot. Zunehmend wären Investoren auch bereit, Forward Deals einzugehen. Colliers rechnet damit, dass in diesem Jahr noch einige geplante Projekte verkauft werden.

Drei Verkäufe im dreistelligen Millionenbereich

Immerhin gab es in diesem Jahr bereits drei Verkäufe, die im dreistelligen Millionenbereich lagen. Dazu gehörte das Radisson Blu Hotel am Bahnhof Dammtor, das für rund 200 Mio. Euro von der Azure Group an die norwegische Wenassgruppen verkauft wurde. Das HafenCity Gate ging für 170 Mio. Euro an die Patrizia und die Kaisergalerie in der City kaufte die Schweizer Anlagestiftung für Immobilienanlagen im Ausland (AFIAA) für 170 Mio. Euro. Allein diese drei Abschlüsse machten fast 30% des Transaktionsvolumens aus.

Die Beispiele zeigen die zunehmenden Aktivitäten ausländischer Käufer. Vor allem Investoren aus Großbritannien investierten laut Colliers deutlich über 100 Mio. Euro in Hamburger Immobilien. Der Anteil der internationalen Käufer am Transaktionsgeschehen stieg von 31% auf 40%. Bei den Käufergruppen waren Offene und Spezial-Immobilienfonds am aktivsten. Jeder vierte Deal entfiel auf diese Vehikel. Auf Verkäuferseite nutzten vor allem Opportunity und Private Equity Fonds die hohen Preise, um sich von Immobilien zu trennen. Die Spitzenrenditen für Bürogebäude blieben stabil bei 3,4%. Allerdings erwartet Colliers bis zum Jahresende noch ein leichtes Absinken der Rendite.

Hotels machen 20% des Volumens aus

In den anderen Assetklassen waren vor allem Hotels gefragt. Die Transaktionen in diesem Segment machten 20% des gesamten Volumens aus. Neben dem Radisson Blu war der Verkauf des Holiday Inn und des Super 8 an der Eiffestraße östlich der City Süd für rund 90 Mio. Euro an die Union Investment einer der größten Deals.

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