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Märkte | 11.09.2017

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Statistisches Bundesamt, Verband der privaten Bausparkassen (VdpB)
  • Immobilienart:
    Wohnen

Wenig Wachstum bei Eigenheimfinanzierung

Die Dynamik bei der Darlehensvergabe an private Bauherren schwächt sich merklich ab. Das passt zu den deutlich gesunkenen Genehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Häuslebauer bekamen vergangenes Jahr Finanzierungen im Volumen von rund 201 Mrd. Euro neu ausbezahlt. Das sind zwar 6 Mrd. Euro mehr als 2015. Die Wachstumskurve flachte jedoch deutlich ab: von 17% auf 3,5%.

Für den Verband der privaten Bausparkassen, der die Zahlen zusammentrug, ist der Rückgang ein Signal, dass der Boom im Wohnungsbau an den Eigenheimbauern vorbeigeht. Vor 15 Jahren seien vier Mal mehr Einfamilienhäuser genehmigt worden als Mietwohnungen. Inzwischen lägen beide Bereich fast gleich auf: 45.300 genehmigten Häusern stünden 44.300 Mieteinheiten gegenüber.

Seine Einschätzung vom "Eigenheimbau im Rückwärtsgang" untermauert der Verband mit dem Hinweis auf das vom Statistischen Bundesamt ausgerechnete Genehmigungsminus in den Segmenten Einfamilienhaus von 9,5% und Zweifamilienhaus (-2,2%), bezogen auf das erste Halbjahr 2017.

Für die Zurückhaltung privater Bauherren führt die Analyse zwei wesentliche Gründe an. Erstens liefen die Preise den Einkommen davon. Vor allem die Ausgaben für Bauland könnten trotz niedriger Kredizinsen nicht aufgefangen werden. Zweitens fehle es häufig am erforderlichen Eigenkapital, um die Vorgabe der seit 2016 geltenden Wohnimmobilienkreditrichtlinie zu erfüllen. Demnach soll die Hypothek bis zum Rentenbeginn getilgt sein. Um das in der aktuellen Marktlage zu schaffen, müssten Verbraucher mehr eigenes Geld für die Finanzierung ihrer Immobilie aufbringen.

Das gebremste Interesse am Wohneigentum bekamen vor allem die Bausparkassen selbst zu spüren. Die von ihnen ausbezahlten Finanzierungen gingen von 37,1 Mrd. Euro (2015) auf 33,2 Mrd. Euro zurück. In der Rangliste der größten Darlehensgeber rutschen die Institute von Platz drei auf vier ab. Die Sparkassen behaupteten mit einem Anteil von rund 33% ihre Markführerposition, obwohl sie knapp 1 Mrd. Euro weniger herausrückten als im Vergleichsjahr 2015. Platz zwei belegen die Kreditbanken, gefolgt von den Genossenschaftsbanken.

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