Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Steuern | 21.08.2017

Von Peter Maurer

In diesem Artikel:

In NRW und Hessen steigt die Grundsteuer immer weiter

Quelle: <a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">pixelio.de</a>, Urheber: Hartmut910
Wohnen wird nicht nur wegen steigender Mieten teurer, auch die Grundsteuer steigt und steigt.

Quelle: pixelio.de, Urheber: Hartmut910

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat erneut die Hebesätze der Grundsteuer B in allen deutschen Kommunen ab 20.000 Einwohnern untersucht. Im Schnitt ist der Hebesatz um sechs auf 534 Punkte gestiegen. In der Spitzengruppe finden sich dabei wie so oft in den vergangenen Jahren Nordrhein-Westfalen und Hessen, Spitzenreiter ist diesmal allerdings Schleswig-Holstein.

Im Vergleich zu den Jahren 2015 (+17 Punkte) und 2016 (+12 Punkte) hat sich der Anstieg des gewogenen Durchschnitts der Grundsteuerhebesätze zwar etwas verlangsamt. Die aktuellen Erhöhungen erfolgten allerdings, obwohl die Steuereinnahmen der Gemeinden 2016 um 6,5% gestiegen waren und dieses Jahr laut Steuerschätzung voraussichtlich um weitere 5% zulegen werden, kritisiert der DIHK.

Steuererhöhungen um bis zu 63%

Gestiegen ist die Grundsteuer dabei vor allem in kleinen und mittelgroßen Städten. Aber auch in knapp einem Dutzend Großstädten wie Leverkusen, Karlsruhe oder Potsdam wurde an der Steuerschraube gedreht, meist aber nur leicht. Besonders stark zugelangt hat das bei Duisburg gelegene Kamp-Lintfort, wo die Grundsteuerlast um fast zwei Drittel zulegte. Die Kommune hat den Hebesatz von 470 auf 765 Punkte angehoben. Steuererhöhungen von über 40% gab es auch in Flensburg (von 480 auf 690 Punkte), Bad Honnef (von 520 auf 730 Punkte) und Ennepetal (von 485 auf 712 Punkte).

Wettbewerbsfähigkeit der Regionen driftet auseinander

Problematisch ist laut DIHK zudem, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen auseinanderdriftet. Unter den drei Ländern mit dem höchsten Grundsteueranstieg finden sich wie in vielen der Vorjahre Hessen (im Schnitt 13 Punkte höhere Grundsteuersätze) und Nordrhein-Westfalen (8 Punkte). In Schleswig-Holstein sind die Hebesätze im Schnitt mit 18 Punkten zwar am stärksten gestiegen, das nördlichste Bundesland liegt aber weiterhin deutlich unter dem Bundesschnitt.

Auf der anderen Seite hat sich in Ländern wie Baden-Württemberg, Bayern oder Niedersachsen wie in den Vorjahren wenig bis nichts getan. Das führt dazu, dass sich die regionalen Unterschiede weiter vergrößert haben. Die Bürger in Nordrhein-Westfalen haben mittlerweile eine durchschnittliche Grundsteuerbelastung von 581 Punkten. Der DIHK verweist darauf, dass im Nachbarland Rheinland-Pfalz bei vergleichbarer oder besserer Infrastruktur der durchschnittliche Hebesatz nur 431 Punkte beträgt.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!