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Politik | 10.08.2017

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Immowelt AG
  • Organisationen:
    Bundesregierung Deutschland, ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss
  • Personen:
    Andreas Mattner, Hans Volkert Volckens
  • Immobilienart:
    Wohnen

ZIA: Weitere Erhöhungen des Grunderwerbsteuersatzes drohen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ingo Heine
Beim Thema Steuern sind sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und ZIA-Präsident Andreas Mattner (rechts) oft nicht ganz einig.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ingo Heine

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) verlangt von der künftigen Bundesregierung eine "Lösung der Grunderwerbsteuer-Problematik". Auch die Struktur des Finanzausgleichs treibe die Länder dazu, den Steuersatz stetig zu erhöhen und belaste Immobilieninvestitionen enorm. Eine Reduzierung der Steuern, um auch den Eigentumserwerb zu fördern, fordern nach einer Umfrage von Immowelt 75% der Fachleute aus der Immobilienwirtschaft.

Nach Ansicht von ZIA-Präsident Andreas Mattner würden die Grunderwerbsteuersätze durch die Sparerfordernisse der Schuldenbremse bis zum Jahr 2020 stetig weiter getrieben. Wie auch das Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen beschreibe, versuchten die Länder sich aus den Zwängen mit erhöhten Einnahmen etwas zu befreien. Viele Möglichkeiten haben sie aber nicht, da die Gesetzgebungskompetenz für die meisten Steuern beim Bund liegt. Auf den Grunderwerbsteuersatz aber haben sie Zugriff. So sei es zu erklären, dass in den vergangenen zehn Jahren 14 von 16 Bundesländern den Satz von 3,5% auf bis zu 6,5% angehoben haben, sagt Mattner.

Unterstützt werde die Haltung noch durch das System des Länderfinanzausgleichs. Da werde, vereinfacht ausgedrückt, nur eine Art Durchschnittswert für die Grunderwerbsteuereinnahmen festgehalten, wer höhere Einnahmen hat, muss sie nicht in den Verteilungstopf geben. Die aktuelle Bundesregierung habe die Lösung dieses Problems versäumt, die neue müsse es dringend angehen, sagt der ZIA-Steuerexperte Hans Volkert Volckens. Ansonsten würden alle bestehenden Ideen zur Förderung von Wohnungsneubau sowie zur Eigenheimförderung ins Leere laufen.

Gezielte Förderung von Wohneigentum

Weniger Grunderwerbsteuer, weniger Bürokratie, mehr gezielte staatliche Förderung von selbst genutztem Wohneigentum verlangt auch die Mehrheit der von Immowelt für den Marktmonitor 2017 befragten Immobilienfachleute von einer neuen Bundesregierung. 71% sprechen sich für eine staatliche Unterstützung von jungen Familien beim Wohneigentumserwerb aus. Nach Ansicht von drei Viertel der Befragten könnte eine Senkung der Steuern den Mietwohnungsbau insgesamt anregen. Repräsentativ befragt für die Studie Marktmonitor wurden von Immowelt 315 Makler, Bauträger und weitere Branchenspezialisten.

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