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Unternehmen | 09.08.2017

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

ImmobilienScout24 verliert weiter Kernmakler

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
ImmobilienScout24 ist das Filetstück der Scout-Gruppe.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Die Immobilienplattform der Scout24-Gruppe hat im ersten Halbjahr erneut Kernmakler verloren. Der durchschnittliche Erlös pro Vermittler hat sich aber erhöht. Bisher seien fast 88% der Kunden von ImmobilienScout24 (IS24) in das Mitgliedsmodell gewechselt, teilt das Management mit.

IS24 bleibt das Filetstück der Scout-Gruppe. Die Immobilienplattform bringt fast zwei Drittel des Umsatzes und rund 70% des operativen Gewinns in die Konzern-Kasse. Im ersten Halbjahr stieg der Außenerlös über IS24 um 4,8% auf 74,5 Mio. Euro und der Ertrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ebitda) legte um 3,1% auf fast 47 Mio. Euro zu. Mit dieser Entwicklung sei er "sehr glücklich", sagte Scout-Chef Greg Ellis bei der Präsentation der Konzern-Zahlen.

Weniger glücklich dürfte der Manager aber beim Blick auf die Zahl der verbliebenen Kernmakler sein. Denn die weist auf weiteren Schwund hin. Innerhalb eines Jahres hat IS24 mehr als 5% seiner Stammkunden verloren; im Halbjahresschnitt zählte der Konzern noch 17.044 Kernmakler. Als Kernmakler definiert das Unternehmen gewerbliche Vermittler, die einen Vertrag über ein Paket oder ein Bündel an Leistungen mit IS24 abgeschlossen haben. Vor einem Jahr war die Zahl der Stammkunden bereits um ein Zehntel zurückgegangen. Laut Management ist der Schwund "hauptsächlich auf Geschäftsaufgaben der Makler infolge der aktuellen Marktbedingungen in Deutschland zurückzuführen". Sprich: auf das im Juni 2015 eingeführte Bestellerprinzip bei der Vermietung.

Weniger Kernmakler, aber höhere Umsätze pro Vermittler

Trotz der geringen Zahl der Kernmakler ist der durchschnittliche Erlös pro Vermittler um 7,3% auf monatlich 771 Euro gestiegen. Das habe den Verlust bei der Stammkundschaft kompensieren können, heißt es im Finanzbericht. Danach brachten die Kernmakler im ersten Halbjahr rund 39,4 Mio. Euro, also rund mehr als die Hälfte der Außenumsätze. Mit sonstigen Maklern nahm IS24 etwa 9,5 Mio. Euro ein; diese Gruppe nutzt das Pay-Per-Ad-Modell in Form von Einzelbuchungen. Den Rest der Erlöse erwirtschaftet der Konzern mit Diensten rund um den Verkaufs- bzw. Vermietungsprozess.

Zwar sei die Zahl der Anzeigen auf der Plattform von 492.000 (Juni 2016) auf 484.000 (Juni 2017) zurückgegangen. Das aber liege an der Marktentwicklung; die hohe Nachfrage nach Immobilien führt zu einer Verringerung der durchschnittlichen Standzeiten der Anzeigen. Und das trifft die Konkurrenz gleichermaßen. So habe IS24 im ersten Halbjahr seine führende Marktposition weiter ausgebaut, heißt es im Zwischenbericht. Die Zahl der Anzeigen im Vergleich zum nächsten Wettbewerber wurde vom 1,5-fachen Vorsprung im Juni 2016 auf einen 1,7-fachen Vorsprung im Juni 2017 erhöht, schätzt das Management.

Insgesamt legte der Scout-Konzern beim Umsatz 8,1% auf 233,4 Mio Euro und beim Ebitda um 12,3% auf 122,8 Mio. Euro zu. Erstmals nach dem Börsengang und ein Jahr schneller als erwartet habe Scout24 im Juni eine Dividende in Höhe von 0,30 Euro pro Stammaktie ausgeschüttet. Am 21. Juni hatte die Deutsche Telekom ihre restliche Beteiligung von rund 10 Mio. Aktien an Scout24 bei institutionellen Investoren platziert. Dadurch hat sich der Streubesitz auf mehr als 71% erhöht. Größter Einzelaktionär ist jetzt die Luxemburger Willis Lux Holdings 2 mit einem Anteil von fast 23%.

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