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Märkte | 14.07.2017

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:

Die Baubranche boomt

Quelle: Pixabay, Urheber: Alexas_Fotos
An Baustellen existiert kein Mangel: Das Wachstum der Baubranche geht in den nächsten Jahren weiter, weil die Konjunktur gut läuft; Büros, Wohnungen und Infrastruktur entstehen.

Quelle: Pixabay, Urheber: Alexas_Fotos

Die Bauindustrie in Europa erlebt eine Boomphase und Deutschland ist der attraktivste Markt, sagt das Beratungsunternehmen Deloitte. Es prophezeit der Branche weiteres Wachstum. Was nicht wundert, weil wegen der guten Konjunktur hierzulande überall gebuddelt und gemauert wird.

Bei den Investitionen ist Deutschland Deloitte zufolge mit 310 Mrd. Euro Spitze. Frankreich, die Nummer zwei im Ranking 2016, verwandelte rund 257 Mrd. Euro in Betongold.

Das westliche Nachbarland ist Heimat des größten europäischen Baukonzerns: Vinci führt mit einem Umsatz von rund 38 Mrd. Euro die von Deloitte erstellte Top-50-Liste der "European Powers of Construction 2016" an. Der Zweitplazierte ACS aus Spanien, zu dem auch Hochtief gehört, kommt auf fast 32 Mrd. Euro. Knapp dahinter landete mit Bouygues (31,8 Mrd. Euro) ein weiteres französisches Unternehmen. Damit präsentiert sich die Spitzengruppe seit 2012 unverändert.

Zwischen den großen Drei und dem erneut Viertplatzierten Skanska liegen Umsatzwelten: Er kommt mit 15,3 Mrd. Euro nur auf knapp die Hälfte der Leistung. Die Schweden sind vor allem in Osteuropa aktiv. Die dort von Skanska erstellten Immobilien gehören zu den gern genommenen Anlageobjekten deutscher Fonds. Auf Platz fünf bleibt Eiffage mit einem Umsatz von 14,3 Mrd. Euro.

Ein deutscher Vertreter im Ranking

Der Report schreibt Deutschland eine Sonderrolle auf dem Bausektor zu. Der Investitionsstau werde inzwischen zielstrebig abgebaut, nachdem die Investitionsquote bis 2013 hinter Frankreich und Großbritannien zurückgeblieben sei. Deloitte räumt ein, dass von dem Boom besonders die zahlreichen umsatzstarken Mittelständler profitieren. Die fehlen im Ranking, weil dieses sich auf Branchenriesen beschränkt. "In diesem Jahr soll die Branche um 2,3% zulegen, 2018 wieder um 2,7% wachsen", sagt Franz Klinger von Deloitte Real Estate & Construction.

Mit der Bauer AG steht nur ein einziger einheimischer Vertreter auf der Liste der größten Anbieter. Der Spezialtiefbauer mit Sitz in Schrobenhausen erbrachte 2016 eine Gesamtleistung von 1,6 Mrd. Euro. Das reichte für Platz 42 (Vorjahr: 40). Das Unternehmen ist weltweit unterwegs und erwirtschaftet fast drei Viertel seines Umsatzes im Ausland. Große Player wie Hochtief und die Kölner Strabag sind dagegen über ihre Muttergesellschaften ACS bzw. die österreichische Strabag SE (Platz 6, Umsatz 12,4 Mrd. Euro) vertreten. Porr verbessert sich um drei Ränge auf 22 (Umsatz: 3,4 Mrd. Euro).

Weniger Leistung

Alle 50 gelisteten Unternehmen kamen 2016 zusammen auf eine Gesamtleistung von 294 Mrd. Euro, knapp 2% weniger als im Vergleich zum Vorjahr (300 Mrd. Euro). Gut die Hälfte musste Einbußen hinnehmen. Bei Vinci ging der Umsatz um 1% zurück, bei ACS um 8%, bei Bouygues um 2% und bei Skanska um 6%. Lediglich der Fünftplatzierte Eiffage (Frankreich) erzielte moderates Wachstum (+2%). Bei Bauer steht -4% zu Buche.

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