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Projekte | 13.07.2017

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Baustart für Büro und Hotel am Berliner Hauptbahnhof

Quelle: OVG Real Estate
Blick vom Hauptbahnhof auf das Bürohaus Grand Central Berlin.

Quelle: OVG Real Estate

Einst war der ganz große Wurf geplant: Ein Hotel mit gläsernem „Skywalk“ direkt in den Hauptbahnhof, um von hier zum neuen Flughafen zu fahren. Zum Baustart übrig blieb eine ganz normale Herberge mit 283 Zimmern und ein Bürohaus für 1.300 Menschen ohne Innenhof.

150 Mio. Euro stecken die holländische OVG Real Estate und HG Immobilien, Koblenz, bis Ende 2019 in ihre Bauten an der Invalidenstraße zwischen Tiergartentunnel, Clara-Jaschke- und Emma-Herwegh-Straße. Das an die spanische Hotelkette Barceló verpachtete Hotel entsteht für rund 50 Mio. Euro auf dem östlichen Teil des Baufelds und wird von den Rheinland-Pfälzern realisiert. Bauherr für das Bürogebäude auf dem westlichen Teil des Grundstücks sind die Niederländer. Dem zeitgleichen Start auf dem gut 5.000 qm großen Grundstück ist eine gemeinsame Tiefgarage und eine öffentliche Passage zwischen den Gebäuden geschuldet.

Viel Technik für gesünderes Arbeiten

Das rund 100 Mio. Euro teure, neungeschossige Bürogebäude mit rund 22.600 qm Bruttogrundfläche und 19.400 qm Mietfläche haben die Bauherren Grand Central Berlin getauft. Andocken will der Berliner OVG-Chef Martin Rodeck an das 2014 fertiggestellte Projekt The Edge in Amsterdam. Das sei „das nachhaltigste Gebäude der Welt“. Auch im Berliner Bau will Rodeck mithilfe digitaler Gebäudetechnologien nicht nur die Ökobilanz verbessern, sondern effizienteres und gesünderes Arbeiten gleich mit. Von Firlefanz und Fiesemantenten wie Kaffeemaschinen, die wissen, ob jemand einen Espresso oder Latte Macchiato will, ist nicht die Rede. Stattdessen aber von Sensoren, die Raumdaten wie Heizung, Kühlung, Licht und Luftqualität messen und steuern. Und dann mithilfe von künstlicher Intelligenz die Daten auswerten und optimieren.

Fotovoltaik und Erdwärme kommen aber nicht zum Einsatz. Einmal weil es Flächen für die Solarpanele nur auf der Nordseite gäbe, außerdem weil die Stadt Bohrungen vor der Tür des Hauptbahnhofs für keine gute Idee hielt. Ins Erdgeschoss vom Grand Central Berlin haben die Berliner Architekten Thomas Bolwin und Hanns-Peter Wulf eine quasi öffentliche große Lobby mit Café eingezeichnet.

Büroflächen werden unter 30 Euro/qm kosten

Statt der mittlerweile „üblichen Riegel um einen Innenhof“, so Rodeck, überzeugten die Baumeister in einem Wettbewerb mit einem gestaffelten Neungeschosser. Hübscher Nebeneffekt in dem für maximal 16 Mietparteien ausgelegten Haus: 16 Eckbüros. Die Berliner Spitzenmiete von knapp 30 Euro/qm will Rodeck nicht verlangen: „Wir machen es etwas billiger.“

Im Hotelgebäude nebenan entsteht der zweite Betrieb des spanischen Unternehmens Barceló in Deutschland und der erste in Berlin. Im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss sind ein Konferenzzentrum sowie Platz für Gastronomie vorgesehen. 2019 sollen die jetzt begonnenen Häuser fertig sein. Und Rodeck will seinen Teil auch dann längst verkauft haben. „Die Gespräche mit Investoren laufen gut“, lacht der Entwickler.

HG Immobilien hatte die Baufelder MK I und II in der Europacity 2011 erworben, weiterentwickelt und den Grundstücksteil MK I im Oktober 2014 an die OVG veräußert. Zuvor waren die ambitionierten „Skywalk“-Pläne gescheitert. Für das Hotel selbst lag die Baugenehmigung vor, für den gläsernen Steg senkte das Land Berlin den Daumen.

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