Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Unternehmen | 04.07.2017

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

blackprint Booster beendet erste Proptech-Förderrunde

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
Die Teilnehmer und Programmpartner von blackprint Booster waren mit der ersten Förderrunde rundum zufrieden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Im Frankfurter TechQuartier zogen vier Start-ups Bilanz der ersten Förderrunde durch das Programm blackprint Booster. Dabei wurde deutlich, dass vor allem externe Dienstleister und Zulieferer Sorgen um ihre Geschäftsmodelle haben müssen, weniger die Immobilienunternehmen selbst.

Die vier Proptechs Moderan, Roomhero, Bespaced und Habitalix waren von den Partnern des Förderprogramms 24 Wochen lang finanziell, vor allem aber mit Rat und Tat unterstützt worden. Neben dem Überprüfen ihrer Geschäftsmodelle ging es darum, Kontakte in die etablierte Immobilienwelt herzustellen, um damit neue Kunden sowie Investoren für die weitere Expansion zu finden.

So unterschiedlich wie die Geschäftsmodelle fallen auch die Reifegrade der vier Proptechs aus. Während der durchdigitalisierte Innenausstatter Roomhero dieses Jahr schon profitabel sein will, brauchen die Entwickler der App-basierten Hausverwaltung Habitalix noch einige Wochen, um ihre Software fertigzustellen.

Gänzlich unterschiedliche Geschäftsmodelle

Bei der Vorstellung ihrer bisherigen Erfahrungen und Zukunftspläne wurde deutlich, dass die vier geförderten Proptechs vor allem etablierten Dienstleistern gefährlich werden können, für die Immobilienunternehmen sind sie eher Partner für effizientere Prozesse oder Zusatzangebote. So greift Roomhero mit seinem Konzept, eine große Anzahl von Wohnungen in kurzer Zeit nach Kundenvorgabe fix und fertig zu möblieren, sowohl etablierte Innenausstatter als auch Möbelhändler an. Für Immobilienunternehmen bietet das Start-up eine Möglichkeit, Wohneinheiten für Studenten oder Geschäftsleute durch die Möblierung zu einem höheren Preis vermieten zu können.

Bespaced vermittelt brachliegende Gewerbeflächen auf Zeit, sei es für Kurse, Ausstellungen oder soziale Events. Das ist weniger ein Angriff auf große Immobilienunternehmen als vielmehr auf das Hotel um die Ecke, das bisher oft als Verlegenheitslösung diente. Immobilienverwalter, die vorübergehend freie Flächen vermieten wollen, finden hier hingegen eine zusätzliche Einkommensquelle. Habitalix wiederum bietet nicht nur eine Software für das digitale Property-Management kleiner Wohnungsbestände, sondern will gleich die komplette Dienstleistung als Hausverwalter mitübernehmen. Das klingt für Privatinvestoren wie Family-Offices und Einzelpersonen mit vermietetem Immobilieneigentum interessant, für den klassischen Hausverwalter um die Ecke eher bedrohlich.

Moderan zeigt, wo die digitale Reise hingeht

Einzig das estnische Start-up Moderan ließ erahnen, dass die Digitalisierung auch für etablierte Immobilienunternehmen etwas ändert: Mehr Daten bedeuten immer auch die Chance auf mehr Transparenz. Mit seiner Software zur Verwaltung gewerblicher Immobilienbestände wendet sich Moderan an die Immobilienmanager kleiner und mittlerer Unternehmen, denen die Softwarepakete der großen IT-Häuser zu überdimensioniert und zu langwierig in der Installation sind. In einer weiteren Ausbaustufe möchte Moderan seine Software um ein Analysetool ergänzen, dass durch anonymisierte Auswertung der Nutzerdaten Preisentwicklungen für einzelne Stadtquartiere nachzeichnet und vergleichbar macht.

Als Moderan-Gründerin Kristi Hakkaja davon sprach, dass Daten der Softwarenutzer statistisch aufbereitet werden sollen, regte sich bei einigen Zuhörern Widerstand. Die Start-up-Chefin reagierte sehr gelassen: "Wir verwenden etablierte Verfahren, die keine Rückschlüsse auf eine einzelne Immobilie zulassen. Solche statistischen Verfahren nutzt übrigens auch die Finanzbranche, die einem wesentlich höheren Grad an Regulierung unterliegt. Wenn den Banken die Datensicherheit ausreicht, sollte es für die Immobilienunternehmen eigentlich auch genügen."

Nächste Förderrunde beginnt im Herbst

Alle vier Teilnehmer bewerteten die Erfahrungen aus dem blackprint-Booster-Programm sehr positiv. Eine weitere Förderrunde für vier neue Proptechs wollen die Programmpartner im September starten. Hinter blackprint Booster stehen Aareon, Commerz Real, Deutsche Reihenhaus, Goldbeck Gruppe, NAI apollo group, Obotritia Capital, Techem und Vonovia. Die Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle stellt ihr rechtliches Know-how zur Verfügung.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!