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Märkte | 31.05.2017

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Münchner Bodenrichtwerte explodieren

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze
Die Sendlinger Straße ist nun eine Fußgängerzone. Überdurchschnittliche Wertzuwächse blieben jedoch aus.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexander Heintze

Der Münchner Immobilienmarkt bleibt in Sachen Preise das Maß der Dinge in Deutschland. Das bestätigte der Gutachterausschuss der Stadt. Die Bodenrichtwerte haben sich teilweise verdoppelt.

Die anhaltende Nachfrage nach Wohnungen und der Verkauf einiger großer Büroimmobilien haben den Umsatz auf den Münchner Immobilienmarkt auf 12,9 Mrd. Euro gehievt. Mit 6,5 Mrd. Euro entfiel etwa die Hälfte des Umsatzes auf bebaute Grundstücke (ohne Eigentumswohnungen). Der Wohnungsmarkt machte 4,7 Mrd. Euro aus. Diese Zahlen ermittelte der Gutachterausschuss durch die Auswertung der Kaufverträge des vergangenen Jahres. Die Zahlen präsentierte erstmals Albert Fittkau, der Helmut Thiele als Leiter des Bewertungsamtes und damit als Vorsitzender des Gutachterausschusses ablöste.

Verdoppelung in der Parkstadt

Fittkau konnte vermelden, dass besonders die Bodenrichtwerte gegenüber der letzten Erhebung vor zwei Jahren regelrecht explodiert sind. Im Schnitt musste der Gutachterausschuss die Bewertungen um 25% nach oben anpassen. In einzelnen Lagen haben sich die Richtwerte mehr als verdoppelt. Eine besonders starke Entwicklung beobachtete der Ausschuss in der Parkstadt Schwabing. Durch die Ansiedlung zahlreicher Computer- und Technikunternehmen wie Microsoft, Osram, IBM oder Arri mussten die Bodenrichtwerte teilweise um 110% nach oben korrigiert werden. Je Quadratmeter Geschossfläche (GF) liegt der Wert bei über 2.060 Euro. „Jahrzehntelang hat sich niemand für die Flächen interessiert, jetzt ist alles belegt", kommentiert Fittkau die Entwicklung. Auch im Büroquartier Arnulfpark entlang der Bahnlinie zwischen Hauptbahnhof und Pasing wurden die Richtwerte teilweise um bis zu 80% auf rund 2.030 Euro/qm GF nach oben gehievt.

Neuhauser Straße bleibt Spitze

Die deutschlandweit am höchsten bewertete Straße bleibt die Neuhauser Straße in der Innenstadt mit einer Steigerung von 47% auf 22.727 Euro/qm GF. Auf eine überdurchschnittliche Entwicklung müssen die Eigentümer in der Sendlinger Straße nach wie vor warten. Nachdem der Stadtrat beschlossen hatte, den Straßenabschnitt zwischen Rindermarkt und Sendlinger Tor zur Fußgängerzone zu machen, waren hier deutliche Wertsteigerungen erwartet worden. Mit einem Plus von 43% auf rund 12.000 Euro/qm GF liegen die Zuwächse aber im Durchschnitt der gesamten Innenstadt.

Das schlägt sich auf die Preisentwicklung nieder. Im Schnitt verteuerten sich Baugrundstücke für den Geschosswohnungsbau um 31% gegenüber dem Vorjahr. Bauträger müssen je nach Lage mit 2.600 Euro/qm bis 4.500 Euro/qm Wohnfläche rechnen.

Wahnsinn ist nicht zu stoppen

Die Preise für neugebaute Eigentumswohnungen sind in der Folge um 13,5% gestiegen. Selbst in durchschnittlichen Wohnlagen liegen die Verkaufspreise für eine 75 qm große Wohnung bei durchschnittlich 6.900 Euro/qm. In den besten zentralen Lagen liegt der Schnitt bei 11.800 Euro/qm. „Der Wahnsinn ist offenbar nicht zu stoppen", fasst Münchens Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD) die Entwicklung in der Stadt zusammen.

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