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Unternehmen | 19.05.2017

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

"Architektur ist Teil unserer DNA"

Quelle: Dieter Hieber
Edeka-Händler Dieter Hieber.

Quelle: Dieter Hieber

Der Edeka-Händler Dieter Hieber ist in diesem Jahr einer der Juroren für den Fachmarkt Star. Im Interview mit der Immobilien Zeitung erzählt er u.a., welche Bedeutung schöne Architektur für einen Supermarkt hat.

Immobilien Zeitung: Welche Eigenschaften sollte ein Mitarbeiter in einem Lebensmittelmarkt unbedingt mitbringen?

Dieter Hieber: Freundlichkeit. Wer nicht lachen und freundlich sein kann, sollte in einer Fabrik arbeiten, nicht im Verkauf.

IZ: Welche Handelsimmobilien oder Handelskonzepte haben Sie in letzter Zeit inspiriert?

Hieber: Ich persönlich mag die MPreis-Architektur. MPreis lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, wie man einen Lebensmittelmarkt in die Landschaft integriert und energetisch optimiert. Eine Dauerpilgerstätte ist für mich auch Vitra. Aber auch schöne Hotels können eine Inspiration sein. Überhaupt lohnt es sich, sich in anderen Branchen umzuschauen.

IZ: Welche Rolle wird Amazon im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) spielen?

Hieber: Gute Frage. Ich fürchte, dass sich Amazon als Onlinehändler ein gutes Stück vom Kuchen herausschneiden wird. Ob die stationären Shop-Konzepte von Amazon im Lebensmittelbereich Erfolg haben werden, da bin ich mir nicht sicher.

IZ: Warum gibt es so wenige schöne Lebensmittelmärkte in Deutschland?

Hieber: Ausgezeichnete Frage. Weil bisher alle nur gespart und auf Architektur keinen Wert gelegt haben.

IZ: Gibt es in Deutschland Architekten mit einem Talent für Supermarkt-Architektur?

Hieber: Schwierige Frage. Müller + Huber aus Oberkirch machen viel für Edeka. Das Büro ist teilweise sehr kostenorientiert, sie haben aber auch einige schöne Sachen gemacht. Sie sind auf dem richtigen Weg, aber es geht noch besser. Ich selbst suche im Moment einen Architekten für ein Objekt. Wir wollen neben einem bestehenden Markt in Grenzach-Wyhlen ein neues Gebäude bauen mit Gastronomie, Fitness etc. Ich überlege, eine Ausschreibung zu machen.

IZ: Sie sind jetzt 46, wie hat sich Ihre Einstellung zum Bauen im Laufe der Zeit verändert?

Hieber: Früher war es nicht üblich, dass der Einzelhändler baut. Du hast eine Filiale von Edeka gemietet. Mein Vater hat vor vielen Jahren dann mal einen kleinen Markt gebaut, machte dabei aber nicht so gute Erfahrungen. „Immobilien sind nichts für mich", sagte er mir damals. Der erste Markt meiner Eltern, der etwas anders aussah und städtebaulich in die Welt passte, war dann in Schopfheim. Ich habe vor zehn Jahren in Grenzach gebaut. Heute sehe ich die Architektur als ein Stück DNA unseres Unternehmens. Die Leute sollen, wenn sie an einem Hieber-Markt vorbeifahren, sagen: Der ist ja schön, da geh ich mal einkaufen!

IZ: Welche architektonischen Freiheiten haben Sie als Mitglied der Edeka-Familie?

Hieber: Alle, ich kann machen, was ich will.

IZ: Herr Hieber, vielen Dank für das Gespräch.


Das Interview führte Christoph von Schwanenflug.

Der Fachmarkt Star wird auf dem 9. Deutschen Fachmarkt-Immobilienkongress am 23. und 24. Oktober in Düsseldorf verliehen. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Mai möglich.

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