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Märkte | 17.05.2017

Von Bernhard Bomke

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Deutsche Leibrenten Grundbesitz
  • Personen:
    Rolf Elgeti, Friedrich Thiele
  • Immobilienart:
    Wohnen, Senioren-/Pflegeimmobilien

Nur jeder Dritte hat genug Geld für barrierefreien Umbau

Quelle: Fotolia.com, Urheber: Farina3000
Die meisten Senioren, die im Eigenheim wohnen, haben nicht genug Geld für den Fall, dass ihr Haus oder ihre Wohnung barrierefrei umgebaut werden müsste.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: Farina3000

Der Mangel an barrierefreiem Wohnraum in Deutschland ist nicht nur ein Thema für mietende Senioren, sondern betrifft auch diejenigen, die in ihrer eigenen Immobilie wohnen. Während es längst eine Reihe von Erhebungen gibt, denen zufolge hierzulande 1,5 Mio. bis 2 Mio. barrierefreie Wohnungen fehlen, hat die Deutsche Leibrenten Grundbesitz in einer Erhebung nun zutage gefördert, dass mehr als die Hälfte der Eigenheime nicht barrierefrei sind und sich nur 31% der Immobilieneigentümer einen barrierefreien Umbau leisten könnten.

"Die meisten Senioren wohnen in älteren Häusern, bei deren Bau vor 30, 40 oder 50 Jahren an Barrierefreiheit noch nicht gedacht wurde", stellt die Deutsche Leibrenten Grundbesitz fest. Entsprechend kämen hohe Kosten auf die Bewohner zu, sollten sie eines Tages körperlich eingeschränkt werden. Die Kosten für ein barrierefreies Bad, einen Treppenlift sowie rollstuhlgerechte Türen und Schwellen summierten sich schnell auf fünfstellige Euro-Beträge. "Zwei Drittel der älteren Immobilieneigentümer", so ein Ergebnis der Befragung von 1.000 Senioren ab 65 Jahren, "könnten solche Beträge jedoch nicht stemmen." Also bestehe die Gefahr, dass viele Senioren ihr Eigenheim eines Tages verlassen müssten, weil ihre Wohnung oder ihr Haus nicht barrierefrei ist und sie sich einen entsprechenden Umbau nicht leisten könnten.

Bei 30% der Senioren sind die Eigenheime viel zu groß

Solche Szenarien kollidieren jedoch mit dem Interesse der Menschen, so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Vor einem Jahr hatte die Deutsche Leibrenten Grundbesitz, die 2013 gegründet wurde, per Befragung von 400 Immobilieneigentümern herausgefunden, dass 98% der mindestens 69-Jährigen ihre Wohnung auch im fortgeschrittenen Alter am liebsten nicht verlassen würden - und das, obwohl für mehr als 30% der Teilnehmer die Wohnung oder das Haus eigentlich viel zu groß sind. Nur 9% der damals Befragten gaben an, schon mal mit dem Gedanken gespielt zu haben, die eigene Immobilie zu verkaufen.

Unterm Strich kommt das in Frankfurt ansässige Unternehmen, das von Vorstand Friedrich Thiele (früher mal Immobilienvorstand bei Colonia Real Estate) geführt wird und dessen Aufsichtsrat der einstige TAG-Immobilien-Vorstandschef Rolf Elgeti vorsitzt, zu dem Schluss, dass Ruheständler frühzeitig Kassensturz machen und für ihre Zukunft planen sollten. Allerdings sei "die Frage, was passiert, wenn ein Mitglied im Alter nicht mehr allein für sich sorgen kann, in jeder dritten Familie tabu".

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