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Projekte | 18.04.2017

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Borgward plant Autofabrik im GVZ Bremen

Quelle: WFB, Urheber: Studio B
Diese Fläche an der Senator-Mester-Straße im GVZ Bremen plant Borgward für die Autoproduktion zu kaufen.

Quelle: WFB, Urheber: Studio B

Der Autohersteller Borgward plant, im Güterverkehrszentrum Bremen ein 14 ha großes Areal für eine Autofabrik zu kaufen. 2018 soll Baustart für die Fertigungsstätte der wiederbelebten Automarke sein.

Die Traditionsmarke Borgward kehrt an die Weser zurück. Das für die Fertigungsstätte vorgesehene 14 ha große Areal im Güterverkehrszentrum (GVZ) liegt nur einen Steinwurf vom Weserufer entfernt. Dazu wurde zwischen der in Stuttgart ansässigen Borgward Group, die zum chinesischen Autohersteller Beiqi Foton Motor gehört, und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen zwar noch kein Kaufvertrag, aber zumindest ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.

Baustart 2018

Im innerbremischen Wettbewerb war noch ein Areal im Bremer Industriepark sowie im Gewerbegebiet Hansalinie. Die Stadt Bremerhaven hatte bis zuletzt auf die Ansiedlung von Borgward in der ehemaligen Carl-Schurz-Kaserne im Norden der Stadt gehofft.

Quelle: WFB, Urheber: Jan Rathke
Andreas Heyer, WFB Bremen, und Ulrich Walker, Borgward Group, unterzeichnen das Memorandum of Understanding.

Quelle: WFB, Urheber: Jan Rathke

Auf dem Bremer Grundstück soll ab 2018 zunächst eine SKD/CKD-Fertigung errichtet werden. Das heißt, dass dort fertige Bauteile zusammengefügt werden. Die Fertigung von bis zu 50.000 Fahrzeugen jährlich wird ab 2019 angestrebt. Dabei sollen zunächst Plug-in-Hybride sowie reine Elektrofahrzeuge zusammengebaut werden, wie der elektrische SUV Borgward BX7.

Kompetenzzentrum für Elektromobilität

"Unsere Fertigung in Bremen wird das weltweite Kompetenzzentrum für Elektromobilität", erklärte Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group. Die E-Autos aus Bremen sollen für den europäischen Markt sowie weitere Märkte gefertigt werden. Läuft der Markt positiv, ist an eine Vollfertigung gedacht.

Neben der Fertigung sollen auf dem Areal auch eine Teststrecke, ein Auslieferungszentrum und ein sogenanntes Brand-Studio entstehen, in dem die Geschichte der Automarke, die in Bremen 1963 mit dem Konkurs endete, in Beziehung zur Gegenwart und Zukunft gesetzt wird. Zunächst werden etwa 100 Arbeitsplätze entstehen. In China produziert Borgward seit 2016 wieder Autos - SUVs. 30.000 wurden im vergangenen Jahr verkauft. Für die verschiedenen Gebäude hat Borgward einen Architekturwettbewerb begonnen.

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