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Recht | 18.04.2017

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:

Steinbrück gibt Funke Kontra

Quelle: BF.direkt AG/Foto Vogt GmbH
Peer Steinbrück referierte auf einer Veranstaltung von Heuer Dialog und BF.direkt.

Quelle: BF.direkt AG/Foto Vogt GmbH

Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat den Vorwurf von Ex-HRE-Chef Georg Funke vehement zurückgewiesen, schuld am Zusammenbruch der Bank zu sein. Funkes Darstellung im Strafprozess um die Ereignisse von 2008 sei "reine Exkulpation", sagte Steinbrück der Immobilien Zeitung.

Steinbrück geht mit Funke hart ins Gericht und beschreibt ihn als "unfähigen Mann, vollkommen überfordert und verantwortungslos". Der ehemalige Bankmanager hatte vor dem Landgericht München ausgesagt, die HRE sei nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers "durch die unverantwortliche Einwirkung Dritter zerstört" worden. Damit war unter anderem Steinbrück gemeint.

Dieser hat die damaligen Ereignisse ganz anders in Erinnerung. Hinsichtlich der Liquiditätslage der HRE habe Funke nicht nur die Märkte, sondern auch "die Bundesregierung, nicht nur mich, sondern auch Herrn de Maizière (damals Chef des Kanzleramts, Anm. d. Red.) getäuscht." Die Kreditklemme bei der von der HRE übernommenen Depfa habe der Bankchef ebenfalls verschwiegen. Nach dem ersten Rettungswochenende "haben wir montags mit ihm zusammengesessen, da hat er nichts von einem weiteren Kapitalbedarf in zweistelliger Milliardenhöhe erzählt", sagte Steinbrück am Rande einer Veranstaltung von Heuer Dialog.

Seine Fassungslosigkeit auf die Nachricht wenige Tage später, nach einer externen Prüfung sei bei der Depfa ein weiteres Liquiditätsloch in zweistelliger Milliardenhöhe festgestellt werden, beschreibt der SPD-Politiker so: "Ich brauchte einen Stuhl, ich dachte, ich falle sonst in einen Abgrund." Steinbrück hielt sich damals mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in St. Petersburg auf.

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