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Märkte | 11.04.2017

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Rekordergebnis am Hamburger Büroflächenmarkt

Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Im Hanse-Forum am Axel-Springer-Platz 3 mietete Coworking-Anbieter WeWork 7.900 qm.

Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Mit einem Umsatz von über 150.000 qm hat der Hamburger Büroflächenmarkt das beste erste Quartal aller Zeiten erreicht. Die Makler erwarten nach diesem Start ein Jahresergebnis von bis zu 550.000 qm.

Um 48% bis 60% über dem Startquartal 2016 liegt nach Zahlen der Maklerbüros von JLL, BNPPRE und Colliers der Umsatz am Hamburger Büroflächenmarkt im ersten Quartal 2017. 150.000 qm (BNPPRE) bis 160.000 (JLL) haben die Marktexperten summiert. Nach der Statistik von BNPPRE liegt Hamburg mit 150.000 qm deutschlandweit auf Rang drei hinter München (253.000 qm) und Berlin (190.000 qm).

Windhundrennen um attraktive Flächen

Für Tobias Scharf, JLL, illustriert das Ergebnis das Windhundrennen um attraktive Flächen. "Die Topflächen in den gefragten Lagen Innenstadt, City Süd und Hafen-City werden nun knapp und wer konnte, hat sich noch sehr gute Bürolagen gesichert." Scharf verweist auf die im Boomjahr 2007 zahlreich unterschriebenen Verträge, die nun auslaufen. Angesichts des knappen Angebots entschieden sich gerade Mieter in Toplagen für eine Verlängerung ihrer Kontrakte.

Heiko Fischer, BNPPRE, weist auf den erfreulichen Zuwachs in allen Größenklassen hin. Anders als 2016 gab es mit der temporären Anmietung von 19.700 qm durch die Universität Hamburg in der City Nord bereits im ersten Quartal einen Abschluss im fünfstelligen Bereich. Ebenfalls aufgrund von Sanierungen mietete die Behörde für Schule und Weiterbildung zwei Flächen mit 8.400 qm und 6.400 qm in der Amsinckstraße der City-Süd an.

CoWorking-Anbieter mietet 7.900 qm

Reges Echo bei den Marktbeobachtern fand die Anmietung von 7.900 qm durch Coworking-Anbieter WeWork im Hanse-Forum in der Innenstadt. "Es ist der klassische Raum für Start-ups, die sich nach Berlin besonders gerne in Hamburg ansiedeln", so Scharf.

Die starke Flächennachfrage hat die Leerstandsquote erneut sinken lassen. BNPPRE erkennt mit 5,6% den niedrigsten Stand seit 2002. Gordon Beracz, Colliers, sieht sogar bereits die 5%-Grenze nach unten durchbrochen. "Eine Entspannung ist mittelfristig nicht zu erwarten, da die Nachfrage am Markt konstant bleibt und die Projektentwicklungen bereits hohe Vorvermietungsquoten genießen."

Weniger Flächen im Bau

BNPPRE summiert 229.000 qm Büroflächen im Bau - 43% weniger, als vor einem Jahr - wovon noch 107.000 qm verfügbar sind. Starker Vermietungsumsatz, schwindende Fertigstellungen und schrumpfender Leerstand sorgen für leicht anziehende Spitzenmieten, die auf 25,50 Euro/qm (JLL) bis 26 Euro/qm (BNPPRE/Colliers) taxiert werden. Die Durchschnittsmiete bewegt sich eher seitwärts, denn die großflächigen Interimsanmietungen fanden eher auf einem mittleren Preisniveau statt.

"Die Abschlussfreudigkeit über das gesamte Marktgebiet beflügelt den Hamburger Büromarkt und stellt ein Ergebnis für das Gesamtjahr im Bereich von 550.000 qm in Aussicht", prognostiziert Fischer. "Dabei sollten sich sowohl der Leerstandsabbau als auch eine rückläufige Bautätigkeit fortsetzen, sodass ein weiterer Anstieg der Spitzenmiete nicht auszuschließen ist."

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