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Karriere | 05.04.2017

Von Harald Thomeczek

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Verdi, IG Bau
  • Personen:
    Ute Kittel
  • Immobilienart:
    Wohnen

ver.di: 6,5% mehr für Beschäftigte der Wohnungswirtschaft!

Quelle: Fotolia.com, Urheber: ah_fotobox
Mitarbeiter von Wohnungsunternehmen, die unter die Tarifbindung der Flächentarifverträge fallen, haben 6,5% mehr Lohn und Gehalt verdient - finden die Gewerkschaften.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: ah_fotobox

6,5% mehr Lohn und Gehalt - das fordert die Gewerkschaft ver.di für die 64.000 Beschäftigten in der Wohnungswirtschaft, die unter die Tarifbindung der Flächentarifverträge fallen.

Für die unteren Entgeltgruppen sollen es mindestens 150 Euro mehr sein. Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen und außerdem unbefristet übernommen werden. Die erste Verhandlungsrunde in Düsseldorf ist gestern ohne Einigung, ja "ohne ein konkretes Angebot der Arbeitgeber" zu Ende gegangen, wie ver.di berichtet.

Beschäftigte "leiden unter Arbeitsverdichtung und Personalknappheit"

"Der Branche geht es wirtschaftlich sehr gut, aber die Beschäftigten leiden unter Arbeitsverdichtung und Personalknappheit. Sie erwarten deswegen eine deutliche materielle Anerkennung ihrer Leistung", erklärt Ute Kittel, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, die 6,5%-Forderung. Ver.di verhandelt zusammen mit der IG Bau.

Die zweite Verhandlungsrunde ist auf den 16. Mai 2017 terminiert. In diesem Jahr geht es den Gewerkschaften übrigens nicht nur um mehr Geld: Nach den Entgeltverhandlungen wollen sie auch den Manteltarifvertrag, in dem alle Arbeitsbedingungen geregelt sind, "modernisieren".

Der aktuell gültige Tarifvertrag, auf den sich die Verhandlungsparteien im Juli 2015 geeinigt hatten und der eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2017 hat, sah u.a. eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,4% ab dem 1.Juli 2015 vor. In einer zweiten Stufe, zum 1. Juli 2016, wurden die Löhne und Gehälter um weitere 2,2% angehoben.

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