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Anlagen | 16.03.2017

Von Bernhard Bomke

In diesem Artikel:

Brinckmann: USA und UK sind okay, trotz Trump und Brexit

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Bernhard Bomke
Nicholas Brinckmann investiert lieber in Wohnungen als in Büros.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Bernhard Bomke

Hansainvest-Geschäftsführer Nicholas Brinckmann sieht sich mit seinem 2016 gestarteten Spezialfonds für Apartmentanlagen in den USA auch nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump auf dem völlig richtigen Weg. Trotz all der Twitteranwandlungen des Immobilienmilliardärs mit Präsidentenehren seien die rein rationalen ökonomischen Argumente für den Fonds unverändert zutreffend. Zugleich hält Brinckmann auch nach dem Pro-Brexitvotum der Briten Immobilieninvestments von Spezialfonds in Großbritannien für sinnvoll, erklärte er auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes.

"Die Pläne von Donald Trump, die Zuwanderung zu begrenzen, tangieren unser Geschäft gar nicht bis kaum", sagt Brinckmann. "Unsere Mietklientel ist die US-amerikanische Mittelschicht." Und zwar diejenige, die vergleichsweise kleine Wohnungen mit einem oder zwei Schlafzimmern braucht. Ob also künftig mehr oder weniger Zuwanderer in die USA kommen, sei nicht entscheidend. Auch am Konzept des Fonds ändere sich nichts, nur weil Trump nun Präsident sei und womöglich vielerlei Änderungen in der Wirtschaftspolitik vornimmt. "Die amerikanische Wirtschaft lief schon unter Obama nicht schlecht, jetzt aber erwarten manche noch mehr", glaubt Brinckmann. Entsprechend hätten die Börsen mit vielen stark gestiegenen Kursen schon eine Reihe von Erwartungen vorweggenommen. "Irgendwann muss Trump jetzt auch liefern."

Hansainvest spekuliert auf Ankauf in Boston

Hansainvest geht unverändert konservativ ans Werk. Die Hamburger reagieren also nicht zum Beispiel mit höheren Renditeerwartungen auf den von manchen erwarteten ökonomischen Schub durch Trumps Wirtschaftspolitik in spe. Der Fonds investiert wie gehabt in Core-Wohnimmobilien in potenziell 14 Städten der USA. Bei diesen geht es um Atlanta, Austin, Boston, Charlotte, Dallas, Denver, Los Angeles, Miami, Nashville, Orlando, Raleigh, San Francisco, Seattle und Washington, D.C. Der Fonds hat Eigenkapitalzusagen von 250 Mio. USD, die allesamt aus der Signal-Iduna-Gruppe kommen, zu der Hansainvest gehört. Nach dem ersten Ankauf in Atlanta kurz vor Weihnachten 2016 spekuliert Brinckmann nun auf einen zweiten Erwerb. Konkret geht es dabei um eine Apartmentanlage in Boston, die rund 100 Mio. USD kosten soll. Weiteres Eigenkapital, und zwar welches von externen Investoren, will Brinckmann dann akquirieren, "wenn der Fonds läuft". Sobald er also noch ein paar gelungene Ankäufe vorweisen kann.

Noch ein Blick nach Großbritannien, jenes Inselreich, über das auf der Mipim 2017 brexitbedingt mehr gesprochen wird als sonst. Aus der Sicht Brinckmanns kommen Investments auf der Insel weiterhin in Betracht. So kaufte sein Haus für institutionelle Kundschaft im vergangenen Jahr zwei Logistikimmobilien der Premiumklasse in Liverpool und am Flughafen von Manchester. Die Nettoanfangsrenditen taxiert der Geschäftsführer auf unter 5%. Dass es nicht billiger geht, erklärt er mit den typischen 15-Jahres-Triple-Net-Mietvertraegen. Logistikimmobilien in Britannien hat er weiter im Visier, auch im Großraum London.

"Büroopportunitäten in London gibt es zurzeit gar nicht"

Zurückhaltend ist der Mann aus Hamburg dagegen bei Bürohäusern generell und bei solchen in London im Besonderen - auch wenn er in London längst welche im Bestand hat. Es war zwar schon vor der Mipim viel die Rede von Opportunitäten in London, ebenso auf der Mipim und nach der Messe wird es wahrscheinlich auch so sein. Doch Brinckmann sagt: "Büroopportunitäten in London gibt es zurzeit gar nicht." Schlimm ist das für ihn und sein Unternehmen nicht. In Cannes nutzte der Geschäftsführer die Gelegenheit, Gespräche über Ankäufe in ganz anderen Ländern zu führen. Darunter sind Finnland, Frankreich, die Niederlande und - keine Überraschung: Deutschland.

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