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Märkte | 17.02.2017

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Haspa gibt künftig Mezzaninekapital

Haspa-Bereichsleiter Wilfried Jastrembski stellte beim 4. Immobilienforum in Hamburg die Gründung einer eigenen Mezzaninegesellschaft in Aussicht. Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
Haspa-Bereichsleiter Wilfried Jastrembski stellte beim 4. Immobilienforum in Hamburg die Gründung einer eigenen Mezzaninegesellschaft in Aussicht.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Die Hamburger Sparkasse plant, mit einer eigenen Gesellschaft in die Eigenkapitalfinanzierung einzusteigen. Damit sollen die schmaler werdenden Erträge aus dem klassischen Kreditgeschäft aufgefüllt werden. Der Konkurrent HSH Nordbank will derweil das Neugeschäftsvolumen 2017 um etwa 10% zurückfahren.

"Wenn wir in unserem Kerngeschäft schon mehr Risiken nehmen müssen - bei gleichzeitig geringeren Margen - dann können wir den Kunden auch Equity und Mezzanine anbieten", erklärte Wilfried Jastrembski, Leiter Immobilienkunden bei der Hamburger Sparkasse, im Rahmen eines Bankenpodiums beim gestrigen 4. Immobilienforum Hamburg. "Wir sind kurz davor, eine Gesellschaft zu gründen, um etwa als Minderheitsgesellschafter in Projektentwicklungen langjähriger Kunden einzusteigen oder Mezzaninekapital zur Verfügung zu stellen."

Damit solle in der Kundenbeziehung auch das klassische Kreditgeschäft gesichert werden, so Jastrembski. "Wir haben jetzt mehrere Jahre gesehen, dass Mezzaninekapitalgeber ordentlich verdienen und werden das jetzt auch machen."

HSH fährt Neugeschäft zurück

Für 2017 erwartet Jastrembski ein Neugeschäft von 1,6 Mrd. bis 2 Mrd. Euro in Hamburg und Berlin - "etwa auf dem Niveau des vergangenen Jahres". Abstriche beim Neugeschäft plant dagegen die HSH Nordbank. "Wir hatten 2016 ein Rekordgeschäft mit 4,6 Mrd. Euro Neuvertragsvolumen - und leider auch zahlreiche Tilgungen", erläuterte Peter Axmann, Bereichsleiter Immobilienkunden bei der HSH Nordbank. "Angesichts des sehr reifen Marktes planen wir etwas weniger Neugeschäft - etwa 4 Mrd. Euro."

Bei dieser Entscheidung seien auch Thesen zu Marktentwicklungen, wie der von Harald Simons, empirica, prognostizierte Nachfragerückgang für Wohnimmobilien in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt eingeflossen. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) erwartet ein Neugeschäft von rund 8 Mrd. Euro in diesem Jahr, informierte Fritz Müller, verantwortlich für die Immobilienfinanzierung in Nordwestdeutschland. Davon sollen je 50% national und international abgeschlossen werden.

Zinsen steigen wegen Trump

Um die sinkenden Erträge im Inland auszugleichen, "diversifizieren wir im Ausland. So haben wir die Chance, auf Märkte auszuweichen, die kompetitiver sind." Weniger Gedanken um schwindende Margen machte sich Guido Sandler, Vorstand der Crowdinvestingplattform Bergfürst. "Unser Geschäft soll 2017 um den Faktor sechs bis sieben wachsen." Der Mezzaninesammler stellt eine Rendite von bis zu 7% in Aussicht.

Bei den Zinsen erwartet er bis Ende 2017 einen Zuwachs von 20 bis 30 Basispunkten. Auch Jastrembski sieht moderat steigende Zinsen. "Trumps Ansage, der Euro sei zu billig, wird Folgen haben." Müller erwartet Zinsschritte in den USA - "schneller als erwartet. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die EU." Und Constantin Graf zu Stolberg, bei der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) für Norddeutschland zuständig, sieht einen Zuwachs um 30 bis 40 Basispunkte.

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