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Unternehmen | 16.02.2017

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

American Apparel schließt fast alle deutschen Läden

Laden von American Apparel in der Kaiserstraße 23 in Frankfurt. Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug
Laden von American Apparel in der Kaiserstraße 23 in Frankfurt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug

Beinahe alle deutschen Filialen des US-Labels American Apparel werden in den kommenden Wochen schließen, nachdem die insolvente Muttergesellschaft an ein kanadisches Unternehmen verkauft wurde. Die zwei Läden in Berlin bleiben vorerst geöffnet.

American Apparel wird mindestens fünf der sieben deutschen Geschäfte schließen, wie die Kanzlei des Insolvenzverwalters Wolf-Rüdiger von der Fecht laut Berichten in der TextilWirtschaft und der Süddeutschen Zeitung mitteilte. Demnach machen die Filialen in Frankfurt, Köln und Stuttgart bereits zum Ende dieser Woche dicht, die Zweigstellen in München und Hamburg spätestens Mitte März. Das Schicksal der zwei Berliner Läden ist noch nicht endgültig geklärt.

Auch im europäischen Ausland wird das Filialnetz gestutzt: Ein Geschäft in Amsterdam sowie die Läden in Stockholm, Zürich und Wien sind bereits geschlossen oder sollen es bald sein. In Frankreich schließen alle Zweigstellen außerhalb von Paris, in der französischen Hauptstadt selbst könnten sechs Geschäfte erhalten bleiben.

Verkauf der Muttergesellschaft an Gildan Activewear vollzogen

Die US-Muttergesellschaft von American Apparel war vergangene Woche vom kanadischen Textilkonzern Gildan Activewear (Gildan) übernommen worden, der dafür 103 Mio. USD gezahlt hatte (davon 15 Mio. USD für das Warenlager, den Rest für Markenrechte und Produktionsstätten). Am weltweiten Filialnetz von zuletzt 110 Geschäften war Gildan jedoch nicht interessiert.

American Apparel hatte sich damit einen Namen gemacht, die vertriebene Kleidung komplett in den USA zu produzieren und auf Importe aus Billiglohnländern zu verzichten. Bereits 2010 hatte das Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten gesteckt. Gildan hat bisher noch nicht gesagt, was es künftig mit der Marke American Apparel vorhat. Details dazu werden am 23. Februar erwartet, wenn das Unternehmen sein Jahresergebnis bekanntgibt.

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