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Unternehmen | 16.02.2017

Von Bernhard Bomke

In diesem Artikel:

Institutionelle bescherten Real I.S. 2016 einen neuen Rekord

Quelle: Commerz Real AG
Dieser Amsterdamer Büroturm mit Namen Alpha Tower ging für 55 Mio. Euro von der Commerz Real an die BayernLB-Tochter Real I.S.

Quelle: Commerz Real AG

Die Geschäfte der BayernLB-Tochter Real I.S. übertrafen 2016 in mehrerlei Hinsicht die Erwartungen. Der Asset-Manager investierte mehr Geld in Immobilien als prognostiziert, es wurden höhere Verkaufserlöse erzielt als Anfang 2016 vermutet, und bei der Eigenkapitalakquise melden die Oberbayern mit der erstmals übersprungenen 1-Mrd.-Euro-Schwelle einen Rekord. In diesem Jahr sind die Münchner offenbar nicht weniger anlagefreudig. Gerade erst kauften sie der Commerz Real in Amsterdam einen Büroturm ab.

Bei dem aktuellen Ankauf handelt es sich um den im Jahr 2000 erbauten Alpha Tower mit der Adresse De Entrée 11-97 in Amsterdam-Zuidoost. Das Objekt war 2001 für den offenen Publikumsfonds hausInvest erworben worden, der von der Commerz Real gemanagt wird. Im jüngsten Geschäftsbericht wird die Immobilie mit ihren knapp 20.000 qm Nutzfläche auf etwa 49,4 Mio. Euro taxiert. Real I.S. zahlte für die seit Anfang 2016 vollvermietete und derzeit von 25 Mietern genutzte Liegenschaft etwa 55 Mio. Euro (Kaufpreisfaktor 15,3). Das Bürohaus ist das zwölfte Investment des von der Real I.S. gemanagten Spezial-AIF Bayerische Grundvermögen VI (BGV VI).

An- und Verkäufe summierten sich im vergangenen Jahr auf 1,37 Mrd. Euro

Schon im vergangenen Jahr zählte Amsterdam zu den Standorten, an denen die Real I.S. Immobilien erwarb. Das Ankaufvolumen für alle im Jahr 2016 gekauften Immobilien betrug 877 Mio. Euro (2015: 783 Mio. Euro). Haupteinkaufsrevier war Deutschland. Hinzu kamen Objekte, die neben den Niederlanden ihre Standorte in Belgien Frankreich und Irland haben. Verkauft wurde für 493 Mio. Euro (2015: 300 Mio. Euro). Auch hier lag der Schwerpunkt in Deutschland. Zudem trennte sich die BayernLB-Tochter von Liegenschaften in Australien, Frankreich, Kanada und den Niederlanden. Ende 2016 managte Real I.S. einen Immobilienbestand mit rund 2 Mio. qm Mietfläche und im Wert von rund 6 Mrd. Euro (Ende 2015: rund 5,5 Mrd. Euro). Zuzüglich anderer Assetklassen summiert sich der verwaltete Bestand auf 7,7 Mrd. Euro.

Auf Rekordkurs lag im vergangenen Jahr die Eigenkapitalakquise. Zwar blieb das Geschäft mit Privatkundschaft trotz einer Verdopplung des eingesammelten Eigenkapitals auf 41 Mio. Euro wiederum weit unter der in früheren Jahren gewohnten Größenordnung in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe, doch die institutionellen Kunden stehen offenbar Schlange. Sie sagten im vergangenen Jahr Eigenkapital im Umfang von 1,12 Mrd. Euro (2015: 720 Mio. Euro) zu. Neben den Sparkassen, die traditionell das Gros der Kundschaft stellen, gehörten zum Beispiel auch Versicherungen zu den Geldgebern. "Wir planen, langfristig mit passgenauen Angeboten wie Club Deals und Joint Ventures neben einem breiten Anlegerkreis aus Deutschland auch Investoren aus dem Ausland zu erreichen", sagt Real-I.S.-Vorstandschef Georg Jewgrafow.

Pläne für einen Australienfonds, der sich an Privatkunden richtet

Im Privatkundensektor nimmt er sich noch für dieses Jahr den Start eines AIF vor, der in Australien investiert. Genaueres nennt das Unternehmen, das schon mehr als zehn Jahre in Australien aktiv ist, noch nicht.

Trotz aller Unbilden wie dem nahenden Brexit und den diversen ökonomischen und politischen Unsicherheiten mit Blick auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump sieht Jewgrafow im europäischen Gewerbeimmobilienmarkt weiterhin ein attraktives Betätigungsfeld. Entsprechend gehören neben Australien insbesondere die europäischen Länder Deutschland, Luxemburg, Spanien und die Niederlande zu den bevorzugten Kaufmärkten. Daneben stehen unverändert Belgien, Frankreich, Irland und Österreich auf dem Zettel.

Management erwartet 2017 Eigenkapitalzusagen in Höhe von 500 Mio. Euro

Generell zielt die Ankaufstrategie auf Core- und Value-add-Immobilien der Nutzungsarten Büro und Einzelhandel, nachgeordnet auch Logistik und Hotels. Bei Core-Investments im Euroraum streben die Münchner jährliche Ausschüttungen von 3% bis 4% an. 2017 will Real I.S. mit 900 Mio. Euro ähnlich viel Geld in Immobilienankäufe stecken wie im Vorjahr.

Deutlich niedriger setzt der Asset-Manager die Erwartungen hinsichtlich der Eigenkapitalakquise an. Hier rechnet der Vorstand im laufenden Jahr mit Zusagen von 500 Mio. Euro. Das wäre weniger als die Hälfte des Rekordwerts von 2016, läge aber etwa im Mittel der vorangegangenen acht Jahre.

Transaktion: Amsterdam-Zuidoost, De Entree 11
  • Transaktionsdatum:
    16.02.2017
  • Immobilienart:
    Büro
  • Transaktionsart:
    Kauf
  • Kaufpreis:
    55.000.000,00 EUR
  • Volumen:
    20.000,00 qm Nutzfl.
  • Verkäufer:
    Commerz Real, Bayerische Grundvermögen VI
  • Käufer:
    Real I.S., HausInvest
  • Projekt:
    Alpha Tower Amsterdam

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