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Märkte | 13.02.2017

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Scope erwartet Konsolidierung des europäischen Einzelhandels

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl
Der stationäre Handel hat laut Scope strukturelle Nachteile gegenüber dem E-Commerce.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Thorsten Karl

Die Ratingagentur Scope Ratings (Scope) geht in einer aktuellen Studie davon aus, dass der E-Commerce den stationären Handel in Europa langfristig transformieren wird. Je Produktbereich dürften demnach nur noch zwei bis drei dominierende Marktteilnehmer übrigbleiben.

Der stationäre Handel weist laut der Scope-Studie Adapt or Disappear mehrere Schwachpunkte gegenüber den E-Commerce-Anbietern auf. So musste ein Ladengeschäft 2015 im Schnitt rund 3,8% seines Umsatzes für Mieten aufwenden, ein Onlinehändler benötigte wegen der geringeren Kosten für Logistikflächen nur 1,5%. Durch die relativ höheren Mieten sind auch die Lagerkosten im stationären Handel größer.

Stationäre Händler fallen bei der Finanzierung zurück

Im Ergebnis erzielen stationäre Händler dadurch im Durchschnitt niedrigere Gewinnmargen als Onlinehändler, obwohl letztere häufig sehr preisaggressiv am Markt auftreten. Das wirkt sich zum einen auf die Kreditwürdigkeit der stationären Händler aus, belastet aber auch ihre Fähigkeit, Eigenkapital einzuwerben. Obwohl der Onlinehandel nur rund 9% des europäischen Einzelhandels ausmacht, verbuchte der E-Commerce zwischen 2012 und 2015 rund 50% des Eigenkapitals, das dem Sektor in diesem Zeitraum zugeflossen ist.

Zwar drängen mittlerweile auch viele Onlinehändler auf den stationären Markt und eröffnen Geschäfte an ausgewählten Standorten. Dies dient jedoch in erster Linie der Markenpflege und der Kundenbindung. Die vergleichsweise hohen Anlaufinvestitionen im stationären Handel machen diese Strategie laut Scope zudem für viele kleinere Onlinehändler unerschwinglich.

Wer bleiben will, muss sich umstellen

Die Scope-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die stationären Händler schnell anpassen müssen, wenn sie nicht vom Markt verschwinden wollen. Langfristig könnten dann je Produktkategorie nur noch zwei bis drei dominierende stationäre Händler übrigbleiben.

Die Beratungsfirma Cap Gemini hatte im Januar in einer Umfrage unter 6.000 Konsumenten in neun Ländern die Faktoren ermittelt, auf die Kunden heute im stationären Handel Wert legen: Eine Verzahnung des Online-Auftritts mit dem Laden vor Ort, Raum für Begegnungen und Erlebnisse sowie Programme, die Kundentreue mit Bonuspunkten oder Preisnachlässen belohnen.

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