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Märkte | 07.02.2017

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Brexit: UK-Investments brechen ein, Kaufpreise nicht

Bild: Immobilien Zeitung, Urheber: Monika Leykam
Eingetrübt, aber nicht stockfinster: So präsentiert sich der Londoner Markt nach dem Brexit-Votum.

Bild: Immobilien Zeitung, Urheber: Monika Leykam

Viel wurde spekuliert über die Folgen des Brexits für den britischen und besonders den Londoner Gewerbeimmobilienmarkt, nun haben die Makler von Cushman & Wakefield (C&W) einmal nachgerechnet: Den größten Verlust erlebte die Insel seit Ende Juni 2016 beim Transaktionsvolumen und der Vermarktungszeit. Die erzielten Preise gingen zwar ebenfalls zurück, mit durchschnittlich 3% aber nur moderat.

C&W untersuchte dafür über 300 Verkaufsangebote für insgesamt gut 14 Mrd. GBP, die bereits vor der Brexit-Entscheidung Ende Juni 2016 an den Markt gegeben wurden. Ein Drittel der Objekte bzw. die Hälfte des Angebotspreises betraf Gewerbeimmobilien in London. Bis heute fanden Immobilien für 8 Mrd. GBP einen Abnehmer. Damit hat C&W in der Statistik etwa die Hälfte des gewerblichen Transaktionsvolumens der zweiten Jahreshälfte 2016 auf der Insel erfasst. Das lag übrigens um satte 27% unter dem Vorjahresniveau, auf Jahressicht wurde auf der Insel 41% weniger umgesetzt. In London hat sich der Umsatz 2016 auf 19,2 Mrd. GBP halbiert.

Wie sich zeigte, brauchten die Makler in der zweiten Jahreshälfte für einen erfolgreichen Abschluss im Durchschnitt deutlich mehr Zeit als vor dem Brexit-Votum. Das traf vor allem London, wo viele Verkaufsprozesse übehaupt nicht weiter verfolgt wurden, nachdem der EU-Austritt beschlossen wurde. Früher sei landesweit etwa jeder zehnte Deal nicht zustandegekommen, nun jeder vierte, rechnet C&W vor. In London habe die Quote noch höher gelegen - in den Monaten November, Dezember 2016 und Januar 2017 wurden hier über 40% auf Eis gelegt. Das lag auch daran, dass in London die Assetklasse Büro einen besonders großen Teil des Umsatzes ausmacht und der Bürosektor unter den Brexit-Bedenken der Investoren besonders leidet.

London hält Preise hoch, nur Dickschiffe leiden stärker

Trotzdem zahlen sie weiterhin gutes Geld für Immobilien auf der Insel. Die gut 200 von C&W beobachteten Objekte, die vor dem Brexit-Votum vermarktet wurden und seitdem einen Käufer fanden, gingen für durchschnittlich 3% unter Angebotspreis über den Tisch. London hielt sich mit einem Preisminus von 2,4% sogar besser als der Rest des Landes (-3,9%). Und obwohl Londoner Büros sich bei der Vermarktung besonders schwer taten, fielen die erzielten Preise bei vollzogenem Verkauf besser aus als im Landesdurchschnitt.

Eine Ausnahme bildeten große Bürohäuser für über 100 Mio. GBP, die vor allem von nicht-britischen Investoren gekauft werden - hier habe man Abschläge von über 3% beobachtet. Die größten Preiszugeständnisse (-5% bis -7%) gab es bei Einzelhandelsimmobilien in Ia-Lage, gleichzeitig zeigte dieses Segment eine deutlich lebhaftere Handelsaktivität als die Büros.

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