Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Unternehmen | 03.02.2017

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

real bleibt Metros Sorgenkind

cvs
Die SB-Warenhauskette real entwickelt sich weiterhin schwach. Ein neues Flächenkonzept soll es richten.

cvs

Beim flächenbereinigten Umsatz erwirtschaftete die Metro Group im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2016/17 auf Konzernebene ein minimales Plus, ihre SB-Warenhauskette real hingegen schrumpfte auf vergleichbarer Fläche. Die angekündigten Gegenmaßnahmen klingen gut, bleiben aber vage.

Das Weihnachtsquartal, das für die Metro Group das erste Quartal ihres Geschäftsjahrs ist, lief nicht so gut wie erhofft. Beim Umsatz wurde nur ein magerer Zuwachs von 0,1% erzielt. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag, sofern man Sonderfaktoren herausrechnet, mit 821 Mio. Euro nahezu gleichauf zum Vorjahreswert von 828 Mio. Euro.

Während der Metro-Großhandel flächenbereinigt immerhin ein leichtes Umsatzplus von 0,7% schaffte und Media-Saturn seinen Umsatz zum Vorjahresquartal unverändert hielt, lief es für die SB-Warenhaustochter real schlecht: Flächenbereinigt schrumpfte der Umatz um 1,7%, rechnet man die Schließungen nicht heraus, waren es sogar 4%.

Bei real bleibt noch viel zu tun

Trotzdem zeigte sich Konzernchef Olaf Koch in der Telefonkonferenz positiv gestimmt für die Zukunft von real. "Wir haben mit real immer noch das Format, das bundesweit das breiteste Sortiment aufweist", sagte Koch. Leider münde diese Einzigartigkeit aber noch nicht in eine nachhaltige, stabile Umsatzentwicklung, musste der Metro-CEO zugeben. Dazu müsse noch einiges geschehen.

Vor allem setzt Koch auf das neue Foodlover-Konzept, das real seit dem letzten Quartal 2016 am Standort Krefeld testet. Dort kämen 35% mehr Besucher und man erziele ein nachhaltiges flächenbereinigtes Umsatzwachstum, sagte Koch. Und schließlich, so der Konzernchef weiter, sei Frequenz die entscheidende Größe bei einem Format wie real.

Wenig Konkretes zum Umbau der real-Filialen

Bei der Ankündigigung, welche Standorte zu welchem Zeitpunkt auf das neue Konzept umgestellt werden sollen, blieb Koch jedoch weiterhin vage: "Wir haben den Roll-out noch nicht klar hinterlegt, was die nächsten Standorte angeht. Wir haben aber eine klare Vorstellung, welche Standorte das sein könnten." Insgesamt wolle Metro eine große Anzahl von real-Märkten auf das Niveau von Krefeld bringen und eine noch größere Zahl mit einzelnen Modulen des neuen Konzepts versehen. Für den kompletten Umbau bei real sind drei bis fünf Jahre Zeit und rund 1 Mrd. Euro an Investitionen vorgesehen.

Dennoch klingen die jetzigen Pläne nicht konkreter als das, was schon im vergangenen Herbst verkündet wurde. Koch hat allerdings zurzeit genug andere Dinge zu tun, am 6. Februar soll die Metro-Hauptversammlung über die lange geplante Konzernaufspaltung abstimmen. Danach dürfte Koch sich dem Thema real intensiver widmen.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!