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Unternehmen | 02.02.2017

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

"Deutsche Bank heißt nicht Frankfurter Bank"

Immobilien Zeitung, Urheber: Monika Leykam
Deutsche-Bank-Chef John Cryan.

Immobilien Zeitung, Urheber: Monika Leykam

Keine Fragen zu neuen Geschäftsplänen, dafür viele zu Boni, Entlassungen, Donald Trump und Brexit: Deutsche-Bank-Chef John Cryan stellte sich heute zur Bilanzvorlage 2016 der Presse.

Ob die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, die Bank zu einer Verlagerung von Geschäften aus der Finanzmetropole London führen werde, wollte Cryan zunächst nicht bestätigen. "Wir wissen noch nicht, was der Brexit wirklich bedeutet." Doch falls man sich dann doch entscheide, Mitarbeiter von London umzusiedeln, werde dies zugunsten Deutschlands geschehen, sagte Cryan, selbst britischer Staatsbürger. Frankfurt, immerhin der Hauptsitz des Geldhauses, sollte sich jedoch nicht automatisch als alleiniger Gewinner solcher Maßnahmen sehen. "Wir heißen Deutsche Bank, nicht Frankfurter Bank", sagte er und verwies darauf, dass die Zentrale in Berlin bereits 3.700 Mitarbeiter stark sei und weiter wachse.

Kein klares Statement zur DAM

Ausweichend äußerte sich Cryan zu den kolportierten Teilverkaufs- bzw. Börsenplänen für die Vermögensverwaltung Deutsche Asset Management. Dort wird auch das Geschäft mit offenen Publikums- und Spezialimmobilienfonds im Volumen von knapp 20 Mrd. Euro geführt. Man betrachte die Deutsche Asset als absolutes Kerngeschäft der Bank, betonte der CEO. Allerdings denke man über die Frage nach, wie dieses Geschäft optimal zu betreiben sei. "Aktuell haben wir dazu nichts zu verkünden. Das heißt aber nicht, dass es dazu nie etwas zu verkünden geben wird."

Abgeschlossen hat die Bank das Jahr 2016 mit einem, so Finanzvorstand Marcus Schenck, "Jahresüberschuss negativ" in Höhe von 1,4 Mrd. Euro. Negativ zu Buche schlugen dabei erneut Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten (2,4 Mrd. Euro), darunter eine Strafzahlung wegen unsauberer Geschäfte mit US-Hypothekenpapieren. Cryan, der mit dem Abschluss des Verfahrens bereits sein Bedauern über das Verhalten seines Instituts ausgedrückt hatte, wiederholte dies heute nochmals vor der Presse: Mitarbeiter der Deutschen Bank hätten "schwerwiegende Fehler" begangen und sich "völlig unakzeptabel verhalten". Hierfür müsse er um Entschuldigung bitten.

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