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Unternehmen | 30.01.2017

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Kanzlei Görg, Butlers
  • Organisationen:
    Amtsgericht Köln
  • Personen:
    Wilhelm Josten, Frank Holzapfel, Paul Josten, Jörg Bornheimer
  • Immobilienart:
    Shoppingcenter, Laden-/Geschäftsflächen

Ladenkette Butlers stellt Insolvenzantrag

Butlers-Filiale in Wiesbaden. cvs
Butlers-Filiale in Wiesbaden.

cvs

Die auf Heimtextilien, Küchenutensilien, Kleinmöbel und Wohnungsdekoration spezialisierte Ladenkette Butlers hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen hat 94 Filialen in Deutschland sowie 13 Franchiseläden bei Rewe.

Die Geschäftsleitung des Kölner Filialunternehmens Butlers hat beim Amtsgericht Köln die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Ziel der Aktion sei die Sanierung in einem Insolvenzplanverfahren, sagte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Jörg Bornheimer von der Kanzlei Görg. Lieferanten, Spediteure und Vermieter als mögliche Mitspieler in diesem Verfahren seien bereits angesprochen worden. "Alle Filialen und der Onlineshop bleiben normal geöffnet", versichert Butlers-Geschäftsführer Wilhelm Josten.

Butlers ist in einem ähnlichen Marktsegment tätig wie Strauss Innovation (schließt derzeit seine Läden) und Depot, das zum Schweizer Migros-Konzern gehört. Verkauft werden im wesentlichen schöne Dinge fürs Zuhause in 300 qm bis 400 qm großen Läden in innerstädtischen Geschäftsstraßen sowie in Einkaufszentren.

"Unser Konzept besteht darin, einen Tisch zu decken"

Josten, in ein Porzellangeschäft hineingeboren, hat Butlers mit seinem Bruder Paul und dem ehemaligen Ikea-Manager Frank Holzapfel 1999 gegründet. "Beim Räumungsverkauf haben wir uns getroffen und die Grundidee an einem Tag gemeinsam entwickelt. Unser Konzept besteht darin, einen Tisch zu decken und alle Dinge, die dort dekoriert sind, höchstens einen Meter entfernt aufzubauen", erzählte Josten 2011 in einem Interview mit der Immobilien Zeitung (IZ). Die 2000er-Jahre waren von entschlossener Filialisierung geprägt. In seiner Hochphase eröffnete Butlers rund 30 Geschäfte im Jahr - "aus dem Cashflow", wie Josten im IZ-Interview versicherte. Heute gibt es 94 Filialen in Deutschland, neun in Österreich, vier in der Schweiz und eine in Großbritannien, außerdem 25 Franchiseläden im Ausland und 13 in Rewe-Märkten. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.000 Personen und machte 2016 etwa 95 Mio. Euro Umsatz.

Genussscheine und ein stiller Gesellschafter

Seit einigen Jahren läuft es aber nicht mehr rund. Statt neuer Filialen heißt es nun Konsolidierung und Forcierung des Onlinegeschäfts. 2015 wurden erstmals mehr Läden geschlossen als eröffnet, der Konzernjahresfehlbetrag betrug 12,4 Mio. Euro. Als Grund für den Verlust gab das vorrangig in Asien einkaufende Unternehmen u.a. den starken US-Dollar an. Zu dieser Zeit gab Butlers bereits Genussscheine aus, um die finanzielle Lage zu stabilisieren. Eine Gesellschaft namens LB Beteiligung aus Düsseldorf wurde 2015 über eine Kapitalerhöhung mit 24,9% Gesellschafter bei Butlers.

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