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Unternehmen | 24.01.2017

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Vom Winx zum Global Tower: GEG-Pläne in Frankfurt

DIC
Mitte 2018 soll Union Investment (UI) in den Frankfurter Winx-Turm einziehen. Dann will GEG sofort mit dem Umbau des bisherigen UI-Hochhauses beginnen.

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Für die German Estate Group (GEG) wird 2017 ein Jahr des Übergangs: Die große Projektentwicklung MainTor nähert sich dem Abschluss und für die ehemaligen Hochhäuser von Commerzbank und Union Investment müssen tiefgreifende Umbauten konzipiert werden.

Zwei Herzen schlagen in der Brust von Ulrich Höller. Einerseits ist der Vorstandschef der GEG hoch zufrieden mit der Entwicklung seines erst 2015 gegründeten Unternehmens. Auf der anderen Seite tadelt er die Haltung vieler Branchenkollegen, die offenbar eine ewige Fortsetzung des aktuellen Immobilienbooms erwarten. "Mit jedem Jahr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Zyklus zu Ende geht", sagt Höller. 2017 werde es aber wohl noch nicht so weit sein.

Marktumfeld schwierig

Was das eigene Geschäft betrifft, bilanziert Höller, dass innerhalb kürzester Zeit fast 800 Mio. Euro investiert wurden, und das in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Zwar seien das Frankfurter Hotel Villa Kennedy und der International Business Campus in Off-Market-Geschäften gekauft worden. "Aber auch diese Verkäufer kennen die Marktpreise", sagt Höller. Bei den Projektentwicklungen neigt sich das MainTor-Areal auf dem ehemaligen Degussa-Gelände im Frankfurter Stadtzentrum dem Ende entgegen. In den kommenden Monaten bekommt der Winx-Turm auf dem Areal seine endgültige Fassade. Die Opera Offices in Hamburg sind fertig gebaut und stehen kurz vor der Vollvermietung.

Zeit also, neue Projekte anzugehen. Im Jungen Quartier Obersendling in München war im Oktober 2016 Spatenstich. Dort entsteht auf einem ehemaligen Siemens-Gelände ein Zentrum, in dem junge unbegleitete Flüchtlinge und deutsche Altersgenossen gemeinsam wohnen und Berufsausbildungen absolvieren. Die Stadt München hat als Generalmieter einen 22-Jahresvertrag für das deutschlandweit größte Projekt dieser Art abgeschlossen.

Perle im Bankenviertel

Regelrecht verliebt ist Höller in das ehemalige Commerzbank-Hochhaus an der Neuen Mainzer Straße in Frankfurt, das er im November 2016 erworben hat. "Eine Perle, die poliert werden muss, ein Oldtimer-Auto, das 20 Jahre lang irgendwo unter einem Baum gestanden hat und nun aufgemotzt wird", betitelt er das 1974 errichtete Gebäude. Der Start für den Umbau ist demnach für das erste Halbjahr 2018 angepeilt, eine Zertifizierung nach LEED Platinum wird angestrebt. Dabei soll der 29-geschossige Bau innen komplett umgekrempelt werden, die Gebäudestruktur aber erhalten bleiben. Denn sie ermöglicht nach Einschätzung der GEG eine sehr effiziente Flächennutzung. Die Gesamtinvestition wird auf 220 Mio. Euro geschätzt. Der Umbau des Commerzbank-Turms läuft unter dem Arbeitstitel Global Tower, der nach Höllers Einschätzung hervorragend zum Standort passt. "Frankfurt hat international einen guten Ruf, nicht zuletzt weil Investoren hier Gewerbeimmobilien in einer ihnen vertrauten Größe finden", sagt Höller.

Dennoch wird GEG auf absehbare Zeit keine komplett neue Projektentwicklung am Main angehen. Vielmehr wartet das Unternehmen darauf, dass Union Investment Mitte 2018 in den Winx-Turm im MainTor einzieht. Sie macht den Blauen Turm an der Wiesenhüttenstraße 10 frei, der ebenfalls zum Portfolio von GEG gehört. "Danach werden wir dort ohne Verzögerung an den Umbau gehen", kündigt Höller an. Neben der guten Bausubstanz hebt er den Blick auf dem Main aus dem 19-geschossigen Gebäude hervor und bringt den Namen Riverpark Tower ins Spiel. Eine mögliche Wohnnutzung will er weder bestätigen noch dementieren.

Mehr Potenzial in der Villa Kennedy

Für die Villa Kennedy kann er sich ebenfalls Veränderungen vorstellen, um ihr Potenzial stärker auszuschöpfen. Allerdings werde der derzeit laufende Vertrag mit dem Betreiber Rocco Forte erfüllt. Eine vorzeitige Auflösung sei nicht geplant. Das aktuell größte Vermietungsprojekt in Frankfurt, die Suche der Bundesbank nach einem Ausweichquartier für mehr als 2.000 Mitarbeiter, beobachtet Höller abwägend. Natürlich sei die Bundesbank ein sehr attraktiver Mieter, allerdings sei jeder Eigentümer von geeigneten Immobilien skeptisch, da die Nutzung von vornherein auf acht Jahre beschränkt bleibe.

Was die weitere Investmentstrategie betrifft, will Höller sich auf in etwa zehn herausragende Standorte in Deutschland beschränken. Derzeit schaut er sich besonders intensiv in Düsseldorf um.

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