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Projekte | 23.01.2017

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

150 Wohnungen statt Giraffenkäfig in Wiesbaden

Benjamin Klein
Das im Volksmund Giraffenkäfig genannte Parkhaus wird abgerissen.

Benjamin Klein

OFB Projektentwicklung und formart bauen in Wiesbaden insgesamt 150 Eigentumswohnungen auf einem bisherigen Parkhausgrundstück. Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft weiterhin gegen städtische Verantwortliche wegen des vorangegangenen Grundstücksgeschäfts zwischen Stadt und OFB.

Ende 2017 beginnt voraussichtlich der Bau von neun Villen im Wiesbadener Stadtzentrum, wodurch 150 Eigentumswohnungen entstehen werden. Auf dem rund 9.900 qm großen Areal an der Rheinstraße steht zurzeit noch das gemeinhin als Giraffenkäfig bekannte Parkhaus. Zur Verwirklichung des Bauvorhabens bildet die OFB Projektentwicklung mit formart eine Projektgesellschaft. Der Vertrieb soll im Mai dieses Jahres beginnen.

Ursprünglich hätte OFB auf dem Areal auch das Wiesbadener Stadtmuseum bauen sollen. Doch das Projekt war am politischen Widerstand gescheitert. Daraufhin trat die Stadt vom Grundstücksverkauf an OFB zurück. Der dadurch verursachte Streit mündete schließlich in einem Vergleich, der vorsah, dass OFB nur einen Teil des Grundstücks zurückgab und für den verbleibenden Teil einen höheren Preis zahlte als zuvor abgemacht. Gleichzeitig übernahm die Stadt Vorlaufkosten des Projektentwicklers in Millionenhöhe. Die Opposition aus Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Unabhängige & Freie Wähler sowie Linke & Piraten versuchte erfolglos, das von der schwarz-roten Koalition abgesegnete Geschäft zu stoppen, weil sie das Grundstück für "verschenkt" hielt. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden nahm die Transaktion ebenfalls genauer unter die Lupe und tut dies auch weiterhin. Auf Anfrage der Immobilien Zeitung teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass die Ermittlungen gegen Verantwortliche der Landeshauptstadt noch andauern.

Für den ihr verbliebenen, 5.685 qm großen Grundstücksteil ist die Stadt noch in der Ideenfindung. Am kommenden Samstag will Wiesbaden den im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens von einer Arbeitsgruppe vorgeschlagenen und von den meisten Parteien begrüßten Entwurf eines Kunstmuseums des Mäzens Reinhard Ernst vorstellen. Daneben sollen aber auch andere Nutzungsmöglichkeiten präsentiert werden. Die CDU-Fraktion favorisiert weiterhin einen Hotelbau.

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