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Unternehmen | 18.01.2017

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Polares REAM schlüpft unters Schutzschirmverfahren

Der Asset- und Property-Manager Polares Real Estate Asset Management, Frankfurt, hat Ende Oktober 2016 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit den Antrag auf ein Schutzschirmverfahren gestellt. Das Management nennt "Dauerschuldverhältnisse" aus Zeiten der Unternehmensgründung als Grund. Zur Mitte dieses Jahres hofft man, das Verfahren wieder beenden zu können.

Dem Antrag auf Schutzschirmverfahren im Herbst folge am 28. Dezember 2016 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Das Verfahren kann Polares in Eigenverwaltung durchführen, als Sachwalter wurde Andreas Kleinschmidt von White & Case bestellt. Operativ sei man aber im grünen Bereich, betont Polares-Geschäftsführer Michael Amann: "Wir zahlen alle Gehälter und kommen auch allen anderen laufenden Verpflichtungen nach." Die Kunden seien informiert, gekündigt habe keiner von ihnen.

Bei einer Planinsolvenz in Eigenverwaltung kann das Unternehmen seinen Geschäftsbetrieb unter Aufsicht des Sachwalters weiterführen und erstellt einen Sanierungsplan. Den will das Management demnächst dem Amtsgericht vorlegen. Er zielt auf die Restrukturierung des Unternehmens in den kommenden Monaten. Das Personal sei zahlenmäßig bereits um gut 5% reduziert worden, das aus der Ausgründung aus dem TAG-Konzern im Jahr 2012 mitgenommene Wohnungs-Verwaltungsmandat wird beendet. Außerdem gibt Polares die Hamburger Niederlassung auf, da die ihre Kosten nicht trage. Die beiden anderen Polares-Büros in Frankfurt und Berlin bleiben bestehen.

Wenn Kunden verkaufen, leidet der Asset-Manager

Neben den Überkapazitäten machte dem Immobilienmanager in den vergangenen Jahren auch die gute Immobilienkonjunktur zu schaffen. "Unsere Investoren haben viel verkauft und Gewinne realisiert", so Amann. Die abgegangenen Managementbestände habe man nicht durch neue Mandate in gleicher Menge ausgleichen können.

Im Bell-Ranking von 2015 der größten deutschen Asset-Management-Dienstleister stand Polares mit einem betreuten Bestand von 3,8 Mrd. Euro noch auf Platz acht. 2016 war Polares im Ranking nicht mehr vertreten, da man Bell keine aktuellen Daten lieferte. Aktuell beziffert Amann die betreuten Assets under Management auf ca. 1,3 Mrd. Euro. Damit das bald wieder mehr wird, will man zügig neue Kunden akquirieren, auch auf der diesjährigen Immobilienmesse Mipim. "Wir werden wieder Gas geben", versichert Amann.

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