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Märkte | 13.01.2017

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Back-Factory, McDonald's, Zoo & Co., Institut für Markenfranchise
  • Personen:
    Felix Peckert, Diana Hinz-Nadolny, Holger Blaufuß, Orland Mikrut
  • Immobilienart:
    Einzelhandel, Hotel & Gastronomie

"Ein Franchisesystem muss atmen"

cvs
McDonald's ist eines der bekanntesten und ältesten Systemgastronomieunternehmen. Mittlerweile steht in vielen Restaurants der Generationswechsel bevor.

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Die Franchisebranche ist weiter auf Wachstumskurs: Rund 103,9 Mrd. Euro Umsatz erwirtschafteten die deutschen Franchisesysteme 2016, ein Plus von 4,8% zum Vorjahr. Neben den Herausforderungen der Digitalisierung ist die Standortsicherung eines der wichtigen Branchenthemen, wie auf dem 15. Presseabend Franchise-Wirtschaft in Bonn deutlich wurde.

Die rund 160.000 Franchisebetriebe im Land sind auch als Nachfrager von Einzelhandelsflächen eine ernst zu nehmende Größe, denn fast 30% der deutschen Franchisesysteme sind im Handel aktiv, etwa 22% in der Gastronomie- und Freizeitbranche. "Diese Verteilung ist seit Jahren konstant", erläutert Felix Peckert, Gründer des Instituts für Markenfranchise.

Das seit 2002 aktive Unternehmen Back-Factory zum Beispiel sucht für seine Expansion Flächen in Ia-Lage von Städten ab 40.000 Einwohnern. Bevorzugte Größe: 110 qm bis 500 qm, zuzüglich Nebenfläche, am liebsten mit breiter Fensterfront und in Ecklage. Als Bäckereikette sieht sich das Franchise-Unternehmen allerdings schon lange nicht mehr, eher als Systemgastronom. "Den überwiegenden Teil ihrer Umsätze erzielen unsere Franchisepartner mittlerweile mit Snacks und Getränken", sagt Pressesprecherin Diana Hinz-Nadolny.

Die Nummer eins in der Systemgastronomie aber ist immer noch McDonald's. Als reifes Franchisesystem steht der Fastfoodriese vor ganz eigenen Herausforderungen. Zwar suche man weiter nach neuen Standorten, wie McDonald's Senior Franchise Specialist Holger Blaufuß betont. Immer wichtiger aber wird es, für Franchisepartner, die mehrere McDonald's-Restaurants in einer Region betreiben und sich zur Ruhe setzen wollen, die geeigneten Nachfolger für solche großen Betriebe zu finden.

Unternehmerpersönlichkeiten gesucht

"Wir suchen gestandene Unternehmerpersönlichkeiten", sagt Blaufuß. Wenn kein geeigneter Kandidat zur Verfügung steht, übernimmt McDonald's einzelne Restaurants schon mal in Eigenregie, um den Standort zu sichern. Findet sich dann doch ein geeignter Partner, wird das Restaurant wieder Teil des Franchiseverbunds.

Das Konzept, einzelne Läden zur Standortsicherung selber zu betreiben, funktioniert aber auch in Franchisesystemen, die sich noch in einer starken Expansionsphase befinden. "Wir suchen derzeit geeignete Standorte", sagt zum Beispiel Orland Mikrut, seit 1. Januar 2017 Vertriebs- und Marketingleiter beim Tierfachhändler Zoo & Co. Von den rund 170 Läden der Marke Zoo & Co. betreibt die Zentrale derzeit nur einen einzigen selbst. Das könne sich aber ändern, so Mikrut, wenn an einem Wunschstandort kein geeigneter Franchisepartner zur Vefügung steht. Hat sich der Standort am Markt etabliert, kann das Geschäft dann wieder an einen Franchisenehmer abgegeben werden.

Felix Peckert hält diese Fluktuation von Eigen- und Partnerbetrieben für ein Merkmal erfolgreicher Franchisekonzepte. "Ein gutes Franchisesystem ist wie eine Lunge", sagt Peckert. "Es muss atmen."

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